Bergstraße

Löscharbeiten an Munitionsdepot gehen trotz Explosionsgefahr weiter

Archivartikel

Trotz der Gefahr durch Explosionen kämpfen Feuerwehrleute in Südhessen weiter gegen einen Waldbrand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots. Auch am Montagabend waren die Einsatzkräfte noch vor Ort, sagte ein Sprecher der Feuerwehr: "Es gibt noch Bodenfeuer und Glutnester." Gerechnet wurde mit einem Einsatz bis Mittwoch. Auf dem Gelände werden immer noch Munitionsreste vermutet, die durch die Flammen entzündet werden könnten. In der Nacht zu Montag war es bereits zu Explosionen gekommen, verletzt wurde aber niemand.

Am Sonntag war der Waldbrand im Kreis Darmstadt-Dieburg gemeldet worden. Die Flammen hatten acht Hektar - das entspricht elf Fußballfeldern - im Bereich der "Muna", der früheren Munitionsanstalt, bei Münster-Breitefeld entzündet. Dort wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs Munitionsreste vernichtet, die sich bei Sprengungen im Gelände verteilt hätten, sagte der Feuerwehrsprecher. Nach dem Krieg nutzten die US-Streitkräfte das Gelände zeitweise.

Wegen der gefährlichen Altlasten können sich laut Feuerwehr die Einsatzkräfte nur auf festen Wegen sicher bewegen. Der Kampfmittelräumdienst sei als Berater vor Ort. Probleme bereite den Rettern die begrenzte Löschreichweite, weil man die Wege nicht verlasse dürfe. Man habe sich daher ein Kettenfahrzeug organisiert, das mit einem Hochleistungslüfter Wassernebel erzeugen könne und eine Fernbedienung habe.

Am Montagnachmittag war das Feuer unter Kontrolle, brannte aber noch auf 2,5 Hektar. Die Brandursache war laut Feuerwehr weiter unklar. Gearbeitet werde im Schichtdienst von je acht Stunden, so dass immer rund 100 Kräfte vor Ort seien, sagte der Feuerwehrsprecher.

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