Bergstraße

aufnahme

Manuel Just

trat nach dem Streit um die OB-Wahl jetzt sein Amt in Weinheim an

Es dauerte bis fast halb drei Uhr am Mittag, bis Manuel Just als neuer Weinheimer Oberbürgermeister erstmals die Flügeltür seines Dienstzimmers öffnete und auf den Sandsteinbalkon heraustrat, mit Blick auf den Schlosspark. Bis dahin löste ein Termin den anderen ab, seit er morgens um 8.30 Uhr erstmals das Rathaus betreten hatte. Da atmete er einmal tief durch. „Ich bin sehr herzlich empfangen worden“, freute er sich.

In ersten Besprechungen lernte er sein näheres Umfeld kennen, um 10 Uhr leitete er bereits im Großen Sitzungssaal eine Sitzung, am frühen Nachmittag war ein großer Pressetermin anberaumt, Kameras surrten und klickten, um 18 Uhr der Ältestenrat des Gemeinderates, abends die nächste Sitzung: Volkshochschule. Dazwischen: Kennenlernen der EDV-Programme, der Telefone und so weiter.

Als Teil eines Teams

„Ich fühle mich als Teil eines Teams“, fasste Manuel Just im Laufe des Tages einmal zusammen. Und beim Betreten des Balkons gestand er gerne zu: „In einem solchen Moment empfinde ich auch ein Stück Demut gegenüber diesem Amt.“

Weinheim hat wieder einen Oberbürgermeister – fast ein Jahr überfällig wegen einer Wahlanfechtung. Manuel Just, im Juni 2018 mit mehr als 68 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang gewählt, hat seinen Dienst angetreten.

Der neue Rathauschef fing nicht an, ohne seinem Ersten Bürgermeister Torsten Fetzner für die Leistung in der Interimszeit zu danken. „Er hat das sehr sensibel gemacht und die Entscheidungen getroffen, die in dieser Zeit getroffen werden mussten“, bescheinigte er.

Viel Zeit hat der neue OB nicht

Nach einer häufigen Präsenz in den vergangenen Wochen und Monaten ist er davon überzeugt, „dass ich das Rüstzeug dazu habe, mich schnell in die wichtigsten Themen einzuarbeiten“. Viel Zeit hat der neue OB nicht. Heute wird er die erste öffentliche Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt leiten, am 22. Mai den ersten Gemeinderat. An einer Ideenwerkstatt – einem seiner Wahlkampfthemen – will er festhalten. „Hier kommt es aber darauf an, eine gute Struktur zu erarbeiten, das ist wichtiger als ein paar Wochen Zeitgewinn“, erklärte er. red/BILD: Kern

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