Bergstraße

Gesundheit Gerade in Corona-Zeiten ist eine Influenza-Impfung von besonderer Bedeutung

Mehr Hygiene, weniger Grippefälle

Bergstraße.Die Grippesaison des vergangenen Winters fiel im Kreis Bergstraße mit 365 registrierten Fällen schwächer aus als in der Vorsaison, in der es 480 Influenza-Infektionen gab. Das berichtet die IKK classic in Hessen anhand der Gesundheitsdatenbank des Robert-Koch-Instituts.

Abstandsregelungen

Im Vergleich zu den Vorjahren gab es einen abrupten Rückgang der Influenza-Infektionen im März. „Die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Hygiene- und Abstandsregelungen dürften dazu beigetragen haben, dass es ab März weniger Grippeerkrankungen gab. Das heißt aber nicht, dass man diesen Winter auf die Influenza-Impfung verzichten sollte, im Gegenteil“, sagt Sven Keiner von der IKK classic.

Die Impfung gegen die Grippe sei gerade jetzt während der Corona-Pandemie in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: „Zum einen kann sie die Risikogruppen schützen. Zum anderen trägt sie dazu bei, dass weniger Patienten einen Arzt aufsuchen, mit Symptomen vorsorglich in Quarantäne gehen oder im Krankenhaus behandelt werden müssen“, erklärt Sven Keiner.

Die Grippe ist vor allem für Menschen mit Grundkrankheiten oder einem schwachen Immunsystem gefährlich und kann einen schweren oder gar lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf nehmen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung für alle Risikopatienten, zu denen Menschen über 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen zählen.

Die Impfbeteiligung der Risikogruppen war in der Vergangenheit jedoch sehr gering. In der Grippesaison 2018/2019 lag sie bei den über 60-Jährigen nur bei 35 Prozent, bei Personen mit chronischem Grundleiden zwischen 20 und 50 Prozent.

Die Krankenkasse empfiehlt, sich zu dem Thema von seinem Hausarzt beraten zu lassen. Für Risikopatienten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Impfkosten. Personen, die nicht dazu zählen und dennoch eine Influenza-Impfung wünschen, sollten sich vorher wegen der Kostenübernahme mit ihrer Krankenkasse in Verbindung zu setzen. red

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