Bergstraße

Gesellschaft Der Kreis hat einen „Bergsträßer Pflegetisch“ ins Leben gerufen, der Professionelle und Ehrenamtliche zusammenbringen soll

Mehr Unterstützung für häusliche Pflege

Archivartikel

Bergstraße.„Das Thema Pflege hat viele Aspekte. Daher geht es der Kreis Bergstraße von mehreren Seiten gleichzeitig an“, sagte Landrat Christian Engelhardt zum Internationalen Tag der Pflege. So stünden die Schwerpunkte Berufsausbildung, das Gegensteuern gegen den „Pflegenotstand“, aber auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf auf der Agenda der Kreisverwaltung.

„Gerade der Bereich häusliche Pflege durch Angehörige darf nicht aus dem Auge verloren werden. Wir wollen langfristig etwas für die Menschen aus dem Kreis tun, die Pflege benötigen. Aber auch für diejenigen, die sich beruflich oder im privaten Bereich um die Pflegebedürftigen kümmern“, fasste Engelhardt das Bestreben der Kreisverwaltung zusammen.

Einige Schritte auf diesem Weg hat der Kreis in den vergangenen Jahren bereits unternommen. So wurde das Personal des Pflegestützpunktes verdoppelt. Zudem hat die Kreisverwaltung jetzt den „Bergsträßer Pflegetisch“ ins Leben gerufen und damit eine regelmäßige Zusammenkunft der Akteure initiiert, die in der Region ehrenamtlich oder beruflich im Bereich Pflege aktiv sind.

Gemeinsam Lösungen entwickeln

Damit soll nicht nur die Vernetzung gefördert werden, sondern es sollen auch Synergieeffekte entstehen und gemeinsam Lösungen für etwaige Probleme entwickelt werden. An der konstituierenden Sitzung des „Pflegetisches“ nahmen rund 50 Personen von 36 verschiedenen Bergsträßer Institutionen teil.

„Zudem leistet der Kreis mit der Weiterentwicklung der Altenpflegeschule und mit der Ausbildung ehrenamtlicher Wohnraumberater wichtige Beiträge zur Verbesserung der Lebenssituation von pflegebedürftigen und älteren Menschen aus der Region“, so der Landrat. Auch das Engagement im Bereich Gesundheitsprävention sowie der Gesundheitsangebote richte sich oft an die ältere Generation.

Unter der Federführung von Gesundheitsdezernentin Diana Stolz wurde das Projekt „Psychosoziale Fachkraft auf dem Land“ entwickelt, der Projektantrag wurde mittlerweile beim Land gestellt. Eine solche Fachkraft habe die Aufgabe, Menschen, die zu Hause leben und Unterstützung bedürfen als Gemeindeschwester Hilfe zu vermitteln.

Laut Kreis soll das Angebot künftig unter anderem die Lebenssituation älterer, eingeschränkt mobiler oder auch weniger gesundheitskompetenter Menschen stabilisieren und stärken. Landrat Christian Engelhardt betonte zudem, dass der Begriff „Familienfreundlicher Kreis“ künftig weiter gefasst werden muss.

Miteinander der Generationen

„Familienfreundlich heißt eben nicht nur, dass wir gute Angebote für Kinder haben, sondern das Miteinander der Generationen berücksichtigt werden muss. Auch gute Rahmenbedingungen für die Pflege älterer Angehöriger gehören daher zu einem familienfreundlichen und menschlichen Kreis. Deshalb ist mir das Thema Pflege sehr wichtig“, so der Landrat. zg

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