Bergstraße

Mittelstandsvereinigung Brief zur B 38a an Minister Scheuer

„Mörlenbach ist nur eine erste Etappe“

Bergstraße.Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wird heute in Mörlenbach erwartet. Anlass ist der offizielle erste Spatenstich für den Bau der Ortsumgehung B 38a.

Scheuers Besuch nahm der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung Bergstraße und frühere Bergsträßer Landrat Matthias Wilkes zum Anlass für einen offenen Brief an den Minister. Darin heißt es unter anderem: „Die Region hat seit fast 50 Jahren auf diesen ersten Spatenstich gewartet. Nachdem im Januar 2014 die Baugenehmigung mit Sofortvollzug öffentlichkeitswirksam präsentiert wurde, sind fast schon wieder sieben Jahre vergangen. Sofortvollzug sieht anders aus. Nachdem die Mittelstandsvereinigung vor drei Monaten ein weiteres Mal öffentlich Druck auf den Fortgang des Projekts gemacht hat, wurde bekannt, dass die Gelder für das Projekt in Berlin noch gar nicht freigegeben worden waren. Konsequente Infrastrukturpolitik und Förderung des ländlichen Raums sieht anders aus.“

Bauzeit verkürzen

Inzwischen hätten viele Mittelständler Mörlenbach und das Weschnitztal verlassen. Die Aussicht auf ein jahrelanges Bauverfahren für die Straße sei auch weiterhin keine Grundlage, um am Standort zu investieren. Die Mittelstandsvereinigung fordert deshalb ein weiteres Mal, das jetzige Bauverfahren konsequent im Zwei-Schichtbetrieb durchzuführen, um damit die Bauzeit wesentlich zu verkürzen.

Weiter schreibt Wilkes: „Aber auch die nach der Fertigstellung zu erwartende Verlagerung eines großen Teils des Staus von Mörlenbach nach Rimbach ist letztendlich noch keine Lösung. Als Landrat habe ich bereits vor zehn Jahren die Initiative ergriffen und eine Machbarkeitsstudie mit den Gemeinden Rimbach und Fürth beauftragt und vorgelegt, wie eine gute Verbindung und Entlastung für den Verkehr und alle Menschen im Weschnitztal und im Überwald aussehen kann.“

Planungsgelder schnell freigeben

Um nicht wie in Mörlenbach auch in Rimbach und in Fürth jeweils 50 Jahre auf den ersten Spatenstich warten zu müssen, bedürfe es schnellstmöglich der Mittelfreigabe für die Planung der vollständigen Strecke, um diese beiden Gemeinden ebenfalls zu entlasten und eine durchgehende Entlastung für die Menschen im Odenwald zu erreichen. red

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