Bergstraße

Pandemie Insgesamt gab es im Kreisgebiet bisher 826 Infektionen

Neuer Rekordwert: 44 Neuinfektionen im Kreis Bergstraße an nur einem Tag

Bergstraße.Im Kreis Bergstraße wurden heute 44 neue Corona-Fälle registriert, wie das Landratsamt am Abend mitteilte. Das sind mehr als je zuvor an einem einzelnen Tag. Fünf Infektionsfälle stehen laut Kreisangaben im Zusammenhang mit einer Gemeinschaftsunterkunft in Lautertal. Zwei Fälle seien in zwei Gemeinschaftsunterkünften in Bensheim und ein Fall in einer Gemeinschaftsunterkunft in Heppenheim aufgetreten.

Seit dem Ausbruch der Epidemie sind insgesamt 826 Infektionsfälle bekannt geworden. Die neuen Fälle stammen aus Bensheim (7), Einhausen (2), Heppenheim (9) und Lautertal (5) sowie aus Biblis (3), Birkenau, Bürstadt, Fürth (3), Lampertheim (3), Mörlenbach (2), Neckarsteinach und Viernheim (7).  Zurzeit seien im Kreisgebiet insgesamt 180 Infektionen bekannt. Im Krankenhaus würden derzeit 13 Patienten behandelt, darunter drei mit einer festgestellten Infektion. Beim Rest liege ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung vor.

Wie es weiter hieß, gab es 98 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was für heute einer Quote von 36,23 Infektionen pro 100.000 Einwohnern entspreche, teilte das Landratsamt mit. Der Kreis hat damit die zweite Warnschwelle im Rahmen des Corona-Konzepts der hessischen Landesregierung überschritten. Morgen wird die Inzidenz einen Wert über 47 erreicht haben – und damit wenig unterhalb der nächsten Eskalationsstufe des Bekämpfungskonzepts liegen. 

Der Kreis Bergstraße will am Samstag eine Allgemeinverfügung erlassen, um auf die erhöhten Infektionszahlen zu reagieren. In Gastronomiebetrieben und Übernachtungsbetrieben sowie Mensen, Kantinen, Cafés, Eiscafés und Eisdielen gilt eine Maskenpflicht beim Betreten und Verlassen der Räume sowie in Gängen und beim Aufsuchen von Gemeinschaftseinrichtungen. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nasen Bedeckung tragen können.

In Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen werden Besuche stärker gesteuert. Das Gleiche gilt für Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen. Besuche in Flüchtlings-Unterkünften werden grundsätzlich ausgeschlossen. Die Regelungen sind zunächst bis zum 31. Oktober befristet.

Genehmigungspflichtige Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote, wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos mit mehr als 250 Personen, werden nicht mehr genehmigt. Bereits erteilte Genehmigungen sind unwirksam. Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote mit über 100 Personen müssen beim Kreisgesundheitsamt angemeldet werden. Diese Regelungen sind bis zum 30. November befristet.

In den Grundschulen gibt es nach den Herbstferien nur noch Unterricht im Klassenverband. In der Oberstufe der Gymnasien und in den Berufsschulen wird ein Mund-Nasen-Schutz auch während des Unterrichts vorgeschrieben. In den Klassen fünf bis zehn wird diese Pflicht auf den klassenübergreifenden Unterricht beschränkt. Die Regelungen für die Schulen gelten zunächst bis zum 15. November.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts in Berlin wurden in Hessen weitere 662 Fälle bestätigt. Zwei Menschen starben an den Folgen einer Infektion, insgesamt gibt es damit bisher 569 Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie wurden 23.481 Infektionen gemeldet. dpa/tm

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