Bergstraße

Artenschutz Zoll am Flughafen Frankfurt stoppt 55-Jährigen

Niederländer mit Papagei im Gepäck

Archivartikel

Südhessen.Auf seinem Weg nach Ägypten wurde ein 55 Jahre alter Mann aus den Niederlanden am Frankfurter Flughafen vom Zoll gestoppt. Der Mann trug eine Tasche mit sich, in der sich eine Weinkiste befand. Die Beamten stellten darin aber keinen Wein, sondern einen lebenden rot und blau gefiederten Papageien fest. Die Recherche ergab, dass es sich um einen artengeschützten Pennant-Sittich handelte. Die erforderlichen artenschutzrechtlichen Dokumente waren aber nicht vorhanden. Der Vogel wurde beschlagnahmt.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass durch bessere Information seltener lebende Tiere geschmuggelt werden. Es kommt aber trotzdem noch viel zu häufig vor. Ich denke dabei zum Beispiel an lebende Schildkröten, Schlangen und Vogelspinnen.“, so Isabell Gillmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt.

Durch seine Kontrollen leistet der Zoll einen wichtigen Beitrag, die Artenvielfalt zu erhalten und die Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren. Seit 1976 ist das Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Deutschland gültig. Derzeit sind circa 5600 wildlebende Tierarten gelistet.

Im Jahr 2018 kam es beim Hauptzollamt Frankfurt zu 710 Sicherstellungen mit 21 423 artengeschützten Einzelexemplaren. Darunter waren 461 lebende Tiere und 300 lebende Pflanzen sowie 20 662 Erzeugnisse aus artengeschützten Tieren und Pflanzen. Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen können Geldbußen bis zu 50 000 Euro oder sogar Freiheitsstrafen zur Folge haben. red

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