Bergstraße

Ausbildung Heinrich-Metzendorf-Schule pflegt Kontakt zu Bildungseinrichtung in Mittelamerika

Partnerschaft mit Berufsschule auf Kuba

Bergstraße.Schon seit vielen Jahren gibt es an der Heinrich-Metzendorf-Schule (HMS) den Austausch mit Partnerschulen in Europa und darüber hinaus auch international. Kürzlich fanden jetzt Antrittsbesuche bei einer Bauberufsschule und einer Berufsschule für Hotellerie und Gastronomie in Kuba statt.

Für die Wahl der neuen Partner-Berufsschulen gab es mehrere Gründe: Havanna ist architektonisch sehr interessant, die Altstadt im Kolonialstil ist als Welt-Kulturerbe durch die Unesco anerkannt. Außerdem ist Havanna diejenige Stadt in ganz Südamerika, in der der koloniale Baustil am besten erhalten ist – obwohl viel der Bausubstanz stark renovierungsbedürftig ist und seit Jahren den tropischen Stürmen trotzt.

Dadurch ergibt sich der Ansatz, von den Restaurationsteams vor Ort zu lernen – umso mehr, als der Baubereich an der HMS den Techniker- Studiengang „Bauen im Bestand“ anbietet.

Die Bauberufsschule in Havanna ist direkt in die Renovierungsarbeiten zahlreicher Gebäude eingebunden. Dadurch konnten während des Aufenthaltes interessante bauliche Besichtigungen verwirklicht werden. Außerdem besteht für Azubis und angehende Techniker der HMS jetzt die Möglichkeit, in Havanna in Form von Praktika mit finanzieller Förderung durch das Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) bei Renovierung der kolonialen Kulturschätze mitzuhelfen.

Die Berufsschule für Hotellerie und Gastronomie, mit der eine Partnerschaft initiiert wurde, befindet sich in Varadero – dem touristischen Hotspot der Insel. Die Ausbildung dort ist direkt auf die Bedürfnisse der großen, internationalen 4- und 5- Sterne-Hotels abgestimmt und daher fachlich auf höchstem internationalen Standard.

Chance für ein Auslandspraktikum

Den Teilnehmern der Besuchergruppe wurde die Berufsschule gezeigt und ein Überblick über die Ausbildung dort gegeben. Auch hier bietet sich ab sofort die Möglichkeit, durch ein Auslandspraktikum bei der Partnerschule und in den Betrieben vor Ort dazuzulernen. Passend dazu gibt es seit diesem Jahr finanzielle Förderung für Praktika weltweit, ebenfalls durch das BIBB.

„Wir haben mit den neuen Partnern zwei sehr interessante Ausbildungsbereiche kennengelernt,“ meint Frank Herms, der die Gruppe betreute. „Die Möglichkeit, in Praktika in Havanna oder Varadero dazu zu lernen, bedeutet einen wertvollen Baustein in der beruflichen Bildung. Wir sind stolz darauf, unseren Auszubildenden und Schülern diese Möglichkeit anbieten zu können.“

Kubas Kultur kennengelernt

Außer den Besichtigungen und Treffen mit Schülern gab es während der Woche in Kuba natürlich auch Gelegenheit, Kubas besondere Kultur sowie Havanna und die umliegende Gegend kennenzulernen: „Hier ist vieles ganz anders! – es gibt viel Armut und Probleme mit der Versorgung, dennoch funktioniert vieles recht gut“, fasste Tobias Pintscher, einer der Teilnehmer, seine Eindrücke vom Aufenthalt zusammen. „Und dass die Ausbildung in Kuba fachlich so qualitativ hochwertig ist, das hätte ich nie gedacht!“

Für das laufende Jahr ist geplant, eine erste Gruppe Praktikanten zu entsenden. Ob in diesem Jahr noch ein Gegenbesuch möglich sein wird, ist derzeit noch unklar. red

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