Bergstraße

Service Broschüre erläutert Angebote im Kreis Bergstraße

Pflege-Infos in verständlicher Sprache

Archivartikel

Bergstraße.Kurze Sätze, einfache Wörter, keine Abkürzungen: Die zweite Auflage der Informationsbroschüre über Pflegeleistungen im Kreis Bergstraße wurde in leichter Sprache verfasst. 50 Seiten frei von gestelztem Amtsdeutsch und holprigem Bürokratenjargon, den selbst Muttersprachler kaum verstehen.

Das Heft, das in einer Auflage von 5000 Stück ab sofort erhältlich ist, soll alle wichtigen Informationen in einem sprachlich unkomplizierten Vokabular vermitteln. Es richtet sich vor allem an jene, die Probleme haben, sich in komplexe Sachverhalte wie Pflegegrade, Kassenleistungen oder arbeitsrechtliche Details einzulesen. Damit will die Broschüre auch zu einer besseren Integration beitragen. Der Pflegestützpunkt des Kreises, die Fachstelle „Leben im Alter“ und die Ausländerbeauftragte haben alle nötigen Infos in eine leichte Version „übersetzt“. Bei der Vorstellung des Heftes sagte Landrat Christian Engelhardt, dass auch beim Thema Pflege, das früher oder später jeden betreffe, die Sprache kein Hindernis sein dürfe.

Die einzelnen Kapitel erklären, ab wann jemand pflegebedürftig ist, wie und wo man Leistungen beantragen kann und wie es im Einzelfall weiter gehen kann. Die einzelnen Pflegegrade und deren Leistungen werden kurz und prägnant erläutert. Darüber hinaus kommen Fragen wie Versicherungsschutz, ambulante und stationäre Pflegeformen sowie Sonderregelungen für Menschen mit einer Behinderung zur Sprache.

„Wer gut vorinformiert ist, findet leichter den Weg zu uns“, sagt Alexandra Löchelt vom Pflegestützpunkt Bergstraße in der Heppenheimer Gräffstraße 11. Mit ihren Kolleginnen Christina Arnold und Caroline Schwab hilft sie Menschen kostenlos und neutral bei Fragen rund um Pflege und Versorgung. Die Adresse ist eine erste Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige und Menschen mit einer Behinderung sowie für alle, die über absehbare Zeit eine Pflegeleistung benötigen. Auch die Ausländerbeauftragte Brigitte Paddenberg betont den Nutzen der Broschüre als ein unterstützendes Mittel für die Arbeit mit Migranten.

Die kostenlose Broschüre heißt „Informationen zu Pflegeleistungen“ und ist ab sofort im Pflegestützpunkt, im Ausländer- und Migrationsamt sowie im Jugend- und im Sozialamt erhältlich. Außerdem wird das Heft in die Rathäuser verschickt und in den kreisweiten Einrichtungen für Behinderte verteilt. Auch die Pflegedienste sollen mit dem Heft versorgt werden.

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