Bergstraße

Kommentar

Platz für alle

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Wenn bislang von der Verkehrswende die Rede war, dann war damit der Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr oder das Rad gemeint. Seit der Corona-Krise hat sich das umgedreht. In öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen nur noch wenige Fahrgäste. Und das wird solange bleiben, bis sie sicher vor Corona-Viren sind, also zumindest so lange, bis es einen Impfstoff gibt. Die Kapazität in Bus und Bahn beträgt bis zu vier Personen auf einen Quadratmeter Fläche. Um Abstandsregeln einzuhalten bräuchte man also vier Mal so viele Busse und Bahnen, das ist illusorisch. Stattdessen erlebt das Auto eine Renaissance. Schon gibt es Befürchtungen, dass Städte wieder vor Autos überquellen. Das muss nicht so kommen. Denn die Zahl der Pendler etwa könnte deutlich sinken, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Vorzüge der Arbeit zu Hause dauerhaft umsetzen wollen. Nicht für alle und nicht alle Tage. Aber jeder schon zweite Tag Home-Office würde die Pendlerzahl halbieren. Und in Städten wäre für Autos, Räder und in Bus und Bahn genug Platz.
 
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