Bergstraße

Freundschaftsverein Brücke/Most Kompletter Vorstand einstimmig bestätigt / Offenheit und Toleranz spielen eine große Rolle

Polenreise fällt Corona zum Opfer

Archivartikel

Bergstraße.Auch wenn die Corona-Pandemie die Aktivitäten des Freundschaftsvereins Brücke/Most reduziert hat, konnte man bis dato in diesem Jahr dennoch vier Vorstandssitzungen abhalten und sogar die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen durchführen.

Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass fest in Stein gemeißelt ist: der Verein hat sich dem Abbau von Vorurteilen zwischen den beiden Völkern im Sinne eines geeinten Europas fest verschrieben. Und das wird seit der Gründung vor 18 Jahren durch die Förderung des kulturellen und gesellschaftlichen Austausches zwischen den Bürgern – besonders der jungen Menschen – beider Regionen und der Vermittlung von Wissen über die gemeinsame Geschichte beider Völker erreicht, für die gerade die schlesische Geschichte von Schweidnitz reiches Material bietet.

Dazu gehört auch die Förderung des Dialogs zwischen den polnischen Bewohnern des Kreises Swidnica und ehemaligen Schweidnitzern Bürgern, die jetzt im Kreis Bergstraße leben. Dabei spielen Offenheit und Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden eine große Rolle. Das betonte Vorsitzender Philipp Otto Vock in seiner Begrüßung im Gasthof Jäger.

Unter Einhaltung sämtlicher corona-bedingter Hygiene-Vorschriften stärkten sich die anwesenden Mitglieder zunächst an polnischen Spezialitäten wie Bigos und Piroggen. Danach gedachte man der verstorbenen Mitglieder Rosel Koberg, Georg Stolle und Karl Stöckl.

In seinem Jahresbericht dankte Vorsitzender Vock allen Vorstandsmitgliedern für die vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit. In seinem Rückblick ließ er auch die Schweidnitz-Reise des Jahres 2018 noch einmal Revue passieren und erinnerte an die Nachbereitung dieser Fahrt in Form einer Mitgliederversammlung.

Im abgelaufenen Vereinsjahr habe sich der Vorstand siebenmal getroffen. Philipp Otto Vock erwähnte in seinem Bericht auch die Tagesfahrten nach Speyer und Darmstadt. Beeindruckend sei die Filmveranstaltung „Wir Juden in Breslau“ gewesen. Einen besonderen Eindruck hinterließ die Teilnahme am Festakt „30 Jahre Versöhnungsmesse“ im November 2019 in Kreisau, an der unter anderem die Erzbischöfe Alfons Nossol (Oppeln), Ludwig Schick (Bamberg) und Wiktor Skworc (Kattowitz) teilnahmen. Vom Freundschaftskreis Brücke/Most waren Hans-Jürgen Schocke und Philipp Otto Vock dabei.

Alter und neuer Vorsitzender ist Philipp Otto Vock, der ebenso einstimmig gewählt wurde wie alle seine anderen Vorstandskollegen auch. Stellvertretende Vorsitzende ist Ewa Redemann. Rechner bleibt Norbert Golzer, Schriftführer Horst Knop. Beisitzer sind Christine Fend, Ingrid Kohl, Dieter Krocker, Helmut Lechner, Brigitte Paddenberg, Heinz-Jürgen Schocke, Rosemarie Schönherr und Reinhard Spulak.

Bevor der Vorsitzende die Versammlung schloss, betonte er unter Punkt Verschiedenes noch einmal, dass die für diesen Monat geplante Polenreise ausfalle und auf das Jahr 2021 verschoben werde. Für den Herbst sei ein Freundschaftsabend mit polnischen Spezialitäten in Heppenheim-Erbach geplant.

Zudem versuche Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Schocke Mitarbeiter der polnischen Fakultäten der Universitäten Heidelberg und Mainz für Themenabende im Freundschaftsverein Brücke/Most zu gewinnen. mül

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