Bergstraße

Am 2. Februar

Protesttag gegen Castor-Transporte

Archivartikel

Bergstraße.Schon im ersten Halbjahr 2020 sollen sechs Castorbehälter mit verglastem hoch radioaktivem Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Sellafield in das Zwischenlager in Biblis transportiert werden. „Auf Grundlage angeblich völkerrechtlich bindender Verträge, deren Inhalt niemand kennt, weil der Wortlaut der Öffentlichkeit seit Jahren verschwiegen wird“, schreiben die beiden Bergsträsser Anti-Atom-Initiativen AK.W.Ende und Verein „Atomerbe Biblis“ in einer Pressemitteilung und weisen auf den bundesweiten Protesttag am Sonntag, 2. Februar, gegen den Transport nach Biblis und weitere geplante Castortransporte in andere Zwischenlager hin.

Die Atomkraftgegner aus der Region treffen sich an diesem Tag um 12.30 Uhr am Bahnhof Biblis. Für Rainer Scheffler und Volker Ahlers, die Sprecher der Initiativen, sind die Castortransporte „eine weitere Etappe auf der jahrzehntelangen atompolitischen Geisterfahrt seit Nutzung der Atomkraft – Ende offen.“

„Neues Sicherheitskonzept nötig“

Scheffler und Ahlers sehen sowohl die Transporte hoch radioaktiven Atommülls als Risiko für Begleitpersonal und Bevölkerung als auch die Gefahr der Instabilität der Castorbehälter und des verglasten Atommülls über längere Zeiträume in Zwischenlagern: „Ein Endlager wird laut Prognose der Endlager-Kommission des Bundestages frühestens 2117 zur Einlagerung fertiggestellt sein. Für Castor-Behälter wird eine Betriebsdauer von 40 Jahren angenommen. Das Zwischenlager für hoch radioaktiven Atommüll in Biblis hat eine Betriebsgenehmigung bis 2046.“

AK.W.Ende und der Verein „Atomerbe Biblis e. V.“ erinnern in diesem Zusammenhang an ihre Forderung nach einem neuen Sicherheitskonzept für die Zwischenlager mit einer Umweltverträglichkeits-Prüfung und einer Beteiligung der Öffentlichkeit. red

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