Bergstraße

Prozess Weinheimer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Raser erhält Strafe auf Bewährung

Archivartikel

Bergstraße.Das Amtsgericht Fürth hat gestern einen 25-jährigen Weinheimer wegen fahrlässiger Tötung zu einer 20-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Diese wird zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem bleibt der Führerschein für weitere 18 Monate eingezogen – und der Angeklagte muss 4000 Euro an die Lebenshilfe Weschnitztal bezahlen, entschied das Gericht.

Der junge Mann hatte am 20. September vergangenen Jahres einen 68-jährigen Fußgänger auf der Hauptstraße in Unter-Flockenbach mit seinem Auto erfasst und tödlich verletzt. Das Sachverständigengutachten ergab, dass der Beschuldigte mit seinem Opel Corsa mit mindestens 89 km/h durch die Hauptstraße gerast und damit 39 km/h zu schnell war.

Viel zu schnell unterwegs

Auf Höhe der Hausnummer 170 kam es dann zu dem folgenschweren Unglück. Wäre der Autofahrer mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h unterwegs gewesen, wäre er zwei Meter vor dem Fußgänger zum Stehen gekommen, so der Gutachter.

Nachdem der Angeklagte am Vormittag noch jede Aussage verweigert und den Prozess ohne sichtbare Regung verfolgt hatte, brach er nach der Mittagspause sein Schweigen und machte unter Tränen umfassende Angaben.

Zuvor hatten mehrere Zeugen geschildert, dass der Mann schon vor dem tödlichen Unfall regelmäßig mit stark überhöhter Geschwindigkeit in Gorxheimertal unterwegs gewesen sei. Entsprechende Hinweise habe man auch an die Polizei gegeben. pro/ü

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel