Bergstraße

Kriminalität Drogenhandel in Heilbronn führt Ermittler nach Bensheim, Heppenheim und Weinheim / Ware im Gesamtwert von einer halben Million Euro sichergestellt

Rauschgiftfahnder an der Bergstraße erfolgreich

Bergstraße/Heilbronn.Betäubungsmittel im Wert von einer halben Million Euro haben Ermittler jetzt sicherstellen können. Spuren in dem Fall führen nach Bensheim, Heppenheim und Weinheim. Dies teilten gestern die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das Polizeipräsidium Heilbronn in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Bereits Anfang des Jahres hatten demnach die Ermittler Hinweise bekommen, wonach im Stadt- und Landkreis Heilbronn mehrere Personen in großem Umfang überwiegend mit synthetischen Drogen Handel treiben sollen. Als Hauptverdächtiger konnte ein im hessischen Odenwaldgebiet lebender 44-jähriger britischer Staatsangehöriger ermittelt werden. Wie sich herausstellte, hielt dieser sich überwiegend im Stadtgebiet Heilbronn auf. Durch umfangreiche verdeckte polizeiliche Maßnahmen gelang es den Ermittlern, dessen Lieferanten, einen im Rhein-Neckar-Kreis wohnhaften 29-jährigen Deutschen zu identifizieren. Bei der Abwicklung eines größeren Rauschgiftgeschäftes in Weinheim wurden die Beteiligten durch eine Spezialeinheit der Polizei vorläufig festgenommen. Im Rucksack des Briten wurden circa 1 Kilogramm Amphetamingemisch, circa 100 Gramm Haschisch, circa 100 Ecstasy-Tabletten und circa 10 Gramm Kokaingemisch aufgefunden. In einer Sporttasche befanden sich 10 Kilogramm Amphetamingemisch. Im Hinterhof eines Gebäudes befand sich ein von dem 29-Jährigen angemieteter Lagerraum. In diesem Raum wurden circa 23 Kilogramm Marihuana, circa 6 Kilogramm Haschisch, circa 500 Gramm Kokaingemisch, circa 850 Gramm MDMA, circa 7300 Ecstasy-Tabletten, mehrere Liter Amphetaminöl sowie mehrere Liter einer Säure und sonstige Gegenstände aufgefunden, die zur Herstellung von Amphetamingemisch benötigt werden. Offenbar handelte es sich bei dem Lagerraum nicht nur um einen Rauschgiftbunker, sondern auch um ein sogenanntes Drogenlabor.

Bei weiteren Durchsuchungsmaßnahmen in einer Garage in Bensheim wurden circa 1750 Gramm MDMA, circa 3000 Ecstasy-Tabletten, circa 700 Gramm Marihuana und circa 600 Gramm Haschisch aufgefunden. In Heppenheim stellten die Beamten einen auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellten Renault Twingo fest, der als „Bunkerfahrzeug“ gedient hatte. Das Rauschgift-Versteck im Wagen war mit einer elektronischen Verriegelung versehen. Diese Sicherung konnte nur durch eine ganz spezielle Vorgehensweise im Fahrzeug überwunden werden. Das Versteck selbst befand sich unter dem Beifahrersitz und beinhaltete weitere circa 620 Gramm Marihuana, circa 800 Gramm Amphetamingemisch und circa 20 Gramm Haschisch.

Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Betäubungsmittel liegt bei circa einer halben Million Euro. Sowohl der 44-jährige Brite als auch der 29-jährige Deutsche befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Insgesamt wurden in dem Verfahrenskomplex mittlerweile sechs Haftbefehle beantragt. Die zuständigen Beamten bearbeiten bis dato über 30 Ermittlungsverfahren. Es ist damit zu rechnen, dass aufgrund der umfangreichen Auswerte- und Ermittlungsarbeit eine Vielzahl an weiteren Verfahren hinzukommen wird. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel