Bergstraße

Kommentar

Rohöl bleibt Schmierstoff der Wirtschaft

Archivartikel

Bergstraße.Dass Benzin stets zu billig ist, behaupten nur Menschen, die wenig oder gar kein Auto fahren (müssen). Seit einigen Tagen ist Tanken wieder teurer geworden. Und auch das hat mit Corona zu tun. Zu Beginn der Corona-Krise stürzte der Ölpreis zusammen mit der Weltkonjunktur ab, der Spritpreis an der Tankstelle folgte. Nun, mit der Hoffnung auf einen Impfstoff, kommt die Gegenbewegung. Eine Weltwirtschaft, die aus einer Krise kommt, verbraucht wieder mehr Öl. Sei es als Energielieferant für den Verkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft, weil der Welthandel wieder aus der Flaute kommt. Oder als unverzichtbarer Rohstoff in der Chemieindustrie, vom Kunststoff, über Pflanzenschutzmittel bis hin zu Textilfasern. Hinzu kommt aktuell, dass die Lagerbestände von Rohöl in den USA, einem der weltgrößten Ölverbraucher, gesunken sind. Das hat ebenfalls eine höhere Nachfrage und steigende Rohölpreise zur Folge. Rohöl bleibt also nach wie vor ein wichtiger Schmierstoff der Weltwirtschaft. Das Ende des Energieträgers ist, da kann noch so viel über Klimawandel diskutiert werden, noch weit entfernt.

 
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