Bergstraße

Landsmannschaft Hauptversammlung der Kreisgruppe in Lorsch

Schlesier: Labatzke kündigt Abschied an

Archivartikel

Bergstraße.„Zwei Jahre mache ich noch weiter“, sagte Winfried Labatzke, als er erneut in den Vorstand gewählt wurde. Die Kreisgruppe Bergstraße der Landsmannschaft Schlesien hatte zur Hauptversammlung mit Vorstandswahlen eingeladen. Dazu trafen sich die Mitglieder in Lorsch im kleinen Saal des Paulusheims.

Alle Interessenten waren gefragt, über eine Mitarbeit im Vorstand nachzudenken. Auch künftig gehe es darum, dass die personellen Voraussetzungen für die bekannten gesellschaftlichen Engagements der Landsmannschaft im Kreis Bergstraße erhalten bleiben können, wünschte sich der Vorstand und teilte das bereits in der Einladung zur Zusammenkunft mit. Diesmal standen auch Ehrungen für langjährige Mitglieder auf der Agenda.

Im Anschluss an die Begrüßung trug Alfred Gafert ein Gedicht vor, bevor Labatzke die Anwesenden bat, sich zur Totenehrung zu erheben. Die Versammelten mussten in den vergangenen beiden Jahren von sieben Mitgliedern Abschied nehmen. „Es war unseren Schlesiern nicht vergönnt, in heimatlicher Erde bestattet zu werden“, sagte Labatzke.

Bei den Auszeichnungen konnten nicht mehr alle Geehrten aufgrund ihres Alters an der Versammlung teilnehmen. Ehrungen gab es für Mitgliedschaften zwischen 20 und 43 Jahren.

Vorsitzender Labatzke ging in seinem Bericht diesmal wieder deutlicher auf die Rahmenbedingungen für die Schlesier, auf den Begriff Heimat und Polen ein. Im Gegensatz zur kulturellen Arbeit stand bei dem Treffen eher der politische Part im Mittelpunkt. Die politischen Systeme in Europa driften eher auseinander, war man sich einig. Dies erwähnte Labatzke in Verbindung mit dem Stichwort Polen.

Freundschaft zu Breitenmarkt

Albrecht Kauschat wurde am 7. April zum Landesvorsitzenden der Landesgruppe Hessen gewählt und Georg Stolle aus Bensheim zu einem seiner Stellvertreter, so der Vorsitzende.

Winfried Labatzke ging ebenfalls auf die Beitragssituation auf Kreisebene ein. Mit dieser zeigte er sich nicht zufrieden.

Die Kreisgruppe Bergstraße der Landsmannschaft Schlesien unterhält mit dem DFK Breitenmarkt (Oberschlesien) eine langjährige gute Partnerschaft. Dessen Vorsitzender Viktor Kik verstarb 2016. Auf ihn folgte Dorota Lesniak. Sie kam im Mai 2017, um auf der Juhöhe die Urkunde zu unterzeichnen.

Ferner berichtete Labatzke über die Busfahrt nach Wertheim, den gelungenen Vortrag von Ingrid Bergner im Rahmen eines Literaturnachmittags und der festlichen Stunde anlässlich der Vertreibung der Schlesier vor 70 Jahren. Als sehr gelungen bezeichnete er die Doppelausstellung in der Sparkasse Bensheim zur 750-jährigen Heiligsprechung der Herzogin Hedwig von Schlesien. Um den Mitgliedern eine schnellere Information zu bieten, wurde im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe „Neue Medien“ gegründet und eine Internetseite ins Leben gerufen.

Vorstandswahlen

Christian Midzielski berichtete für die Jahre 2016 und 2017 über die finanzielle Situation des Vereins. Ihm bescheinigten die Kassenprüfer eine hervorragende Kassenführung und die Versammelten entlasteten im weiteren Verlauf den Rechner und den gesamten Vorstand.

Bei der anschließenden Wahl des Vorstands gab es eine Fortsetzung in den Ämtern des Vorsitzenden, seiner Stellvertretung und Rechner. Das werden künftig wieder Winfried Labatzke, Ingrid Berger und Christian Midzielski übernehmen. Zu Beisitzern wurden Eckhart Balke, Johannes Baumgart, Alfred Gafert, Richard Gürlich, Monika Hauck, Joachim Kutzner, Ingrid Martin und Kurt Titzmann gewählt. Kassenprüfer sind Reiner Jöst und Wolfram Panitz, der auch der Ansprechpartner für Fragen rund um das Internet ist.

Im weiteren Verlauf des Treffens diskutieren die Mitglieder über mögliche Treffpunkten für Veranstaltungen. Ein Mitglied regte an, bei der Auswahl besonders auf Barrierefreiheit zu achten. Schon beim aktuellen Treffen hatten einige ältere Mitglieder abgesagt, da sie den Saal im ersten Obergeschoss nicht erreichen konnten. Das soll künftig anders sein. Winfried Labatzke schlug weiterhin vor, für die nächsten Treffen verstärkt Fahrgemeinschaften zu bilden und sich entsprechend auszutauschen. Labatzke wünschte sich, dass künftig Jüngere nachrücken, um auch Ämter im Vorstand zu übernehmen. cf

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