Bergstraße

Jubiläum Steffi Heil und Daniel Bokorowski tragen seit 35 und 30 Jahren den BA aus / Präsentkörbe für die Jubilare als Dankeschön

Schöne Erinnerungen an Feiern und Feste mit Zusteller-Kollegen

Archivartikel

Bergstraße.30 und 35 Jahre stehen Daniel Bokorowski und Steffi Heil inzwischen mitten in der Nacht auf, um den BA-Lesern die frisch gedruckten Zeitungen auszuliefern. Als Dankeschön gab es jetzt Körbe voller Leckereien für die Jubilare.

Daniel Bokorowski muss nicht lange überlegen, wie er damals dazu gekommen ist, Zeitungen auszutragen: „Ich habe eine Ausbildung zum staatlich geprüften Maschinisten gemacht. Und damals, 1990, hat auch ein Kumpel von mir Zeitungen ausgetragen“, erinnert sich der 62-Jährige. Etwa 500 Zeitungen liefert er heute aus – in Bensheim, Schwanheim und Zwingenberg. Das frühe Aufstehen mache ihm inzwischen gar nichts mehr aus, erklärt er. „Ich gehe abends um halb acht ins Bett und stehe um halb 12 auf“, so Bokorowski. Dann heißt es austragen – und zwar bis kurz vor sechs. Trotz der kurzen Nachtruhe kann er sich Verzögerungen nicht leisten, damit die Zeitung auch pünktlich zum Frühstück auf dem Tisch liegt.

Ketchup-Song mit Kollegen getanzt

„Ich weiß noch, dass ich einmal im Bezirk 48 eine Abkürzung über einen Spielplatz nehmen wollte“, so Bokorowski. Im Dunkeln habe er in der Eile eine Bank übersehen. „Aber da hilft alles nichts. Aufstehen und weiter gehts.“ Auch im Winter sei er schon in der Kurve ausgerutscht. Doch er dürfe keine Zeit verlieren, damit die Zeitungen pünktlich da sind. Besonders waren für ihn vor allem frühere Veranstaltungen, bei denen die Zusteller zusammengekommen sind. „Bei Weihnachtsfeiern oder Grillpartys zum Beispiel, aber wir hatten auch mal eine Fastnachts-Party. Wir haben auch mal zusammen den Ketchup-Song getanzt“, erinnert sich Bokorowski und lacht. Bokorowski ist alleinstehend und Vater dreier Kinder, von denen eines leider bereits verstorben ist, erzählt er. In seiner Freizeit kocht der 62-Jährige gerne. „Denn ich war früher auch mal Pizzabäcker.“

Steffi Heil lebt mit ihrer Familie in Gadernheim. Als sie sich dazu entschieden hat, Zeitungen auszutragen, war es für sie die beste Lösung, dass immer jemand für die Kinder da sein konnte. „Als ich wieder zurück war vom Austragen, ging mein Mann auf die Arbeit.“ Der älteste der beiden Söhne war damals fünf Jahre alt, der Jüngste knapp zwei.

„Gut war, dass ich auch damals die Zeitungen nicht abholen musste, sondern sie nach Hause gebracht bekam, denn früher kamen sie oft später an“, erinnert sich Heil. Besonders gerne denkt sie auch an Weihnachtsfeiern und Grillabende zurück, bei denen man die anderen Zusteller kennenlernen konnte. Heute gebe es dazu leider nur noch wenig Gelegenheit, so Heil. „Schön ist es auch, wenn sich um die Weihnachtszeit viele treue Leser bedanken, dass ich ihnen die Zeitung bringe.“

Die ersten Spuren im Schnee

Mit kleinen Aufmerksamkeiten, zum Beispiel, wenn sie ihnen beim Einkaufen im Supermarkt begegnet. „Mir macht es immer noch Spaß und ich habe Bewegung“, so die 64-Jährige, „auch wenn ich es schon öfter in den Knochen spüre.“ Nachts die Rehe zu sehen, oder die ersten Spuren im Schnee zu hinterlassen, das habe schon etwas. Unterstützung bekommt sie von ihrem Sohn, der mit ihr Zeitungen austrägt. Wenn sie dann nach Hause kommt, bereiten ihr vor allem die beiden Enkelsöhne große Freude, um die sie sich kümmert. „Die beiden sind acht und zwei Jahre alt“, erzählt sie.

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