Bergstraße

Straßenverkehr Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Darmstadt gab es über die Feiertage mehrere Unfälle mit motorisierten Zweiradfahrern / Kontrollen

Schwarzes Wochenende für Biker

Archivartikel

Südhessen.Mehrere Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Motorradfahrern ereigneten sich über das Osterwochenende in Südhessen. Hierbei wurden nach Mitteilung der Polizei drei Biker schwer verletzt; fünf Fahrer zogen sich Blessuren leichterer Art zu.

Bereits am Nachmittag des Gründonnerstags gegen 14.50 Uhr prallte zwischen Hutzwiese und Gesprenz bei Reichelsheim ein 49 Jahre alter Kradfahrer in einer Kurve auf ein vorausfahrendes Auto. Der 49-jährige blieb unverletzt, es blieb bei Blechschaden.

Kontrolle verloren

Gegen 16.15 Uhr verlor ein 50 Jahre alter Biker auf der Aschaffenburger Straße in Mörfelden-Walldorf die Kontrolle über seine Maschine. Er zog sich beim anschließenden Sturz schwere Verletzungen zu. Er wurde ebenso in ein Krankenhaus eingeliefert wie gegen 16.45 Uhr der 74-jährige Fahrer eines Leichtkraftrads. Der Mann stürzte auf der Landesstraße 3105 bei Unter-Schönmattenwag zwischen Flockenbach und Korsika.

Am Karfreitag verletzte sich ein Motorradfahrer auf der Oberen Siegfriedstraße bei Mossautal-Hüttenthal leicht, als er gegen 10.30 Uhr auf ein Auto auffuhr und zu Fall kam. Um kurz nach 14 Uhr kam es zu einem weiteren Motorradunfall auf der Bundesstraße 47 zwischen Erbach und Würzberg im Odenwaldkreis. Auch in diesem Fall stürzte ein Biker, der offenbar zu spät erkannte, dass der vor ihm fahrende Pkw abbremste. Der 22-Jährige aus dem Rhein-Neckar-Kreis verletzte sich leicht.

Unfälle im Odenwald

Am Ostersonntag ereignete sich auf der Bundesstraße 460, in Höhe des Marbachstausees bei Mossautal ein Unfall, an dem neben einem Auto zwei Motorräder beteiligt waren. Auch hier wurde ein Motorradfahrer leicht verletzt.

Drei weitere Motorradunfälle mit insgesamt einem Schwerverletzten und zwei Leichtverletzten ereigneten sich zudem am Ostermontag auf der Landesstraße 3399 bei Modautal, auf der Bundesstraße 45 bei Oberzent zwischen Gammelsbach und Eberbach sowie auf der Brücke über die A 5 auf der Bundesstraße 42 bei Weiterstadt.

Zu laute Zweiräder

Am Ostermontag führten zudem Polizeibeamte im Odenwaldkreis Zweiradkontrollen durch. Hierbei wurden in Oberzent, bei Beerfelden, sowie in Mossautal-Hüttenthal auf der Bundesstraße 460 Verkehrsteilnehmer genauer unter die Lupe genommen.

Insgesamt wurden die Maschinen von 48 Zweiradfahrern einer technischen Kontrolle unterzogen. Die Beamten stellten 14 Mängelanzeigen wegen kleineren Unzulässigkeiten wie fehlender Rückstrahler und zu kleiner Spiegelflächen aus.

Drei Kradfahrer mußten ihre Maschine wegen abgefahrener Bereifung, fehlendem Rückspiegel, fehlendem Ketten-/Riemenschutz oder fehlendem „DB-Killer“ am Kontrollort stehen lassen und eigenständig eine Abholung des Zweirades organisieren.

Ergab die Geräuschmessung bei den oben genannten Motorrädern noch Werte im Toleranzbereich, stellten die Beamten an Ort und Stelle zwei Motorräder und ein Quad sicher, weil deren Lautstärke durch den Anbau von nicht genehmigten Auspuffanlagen oder der Veränderung der zugelassenen Auspuffanlage deutlich über den zulässigen Werten lag.

Weit über den erlaubten Werten

So fiel ein Zweiradfahrer aus dem Raum Neckar-Odenwald-Kreis mit seiner Harley-Davidson auf. Die Maschine wurde mit 103 Dezibel gemessen, obwohl lediglich 90 Dezibel in der Zulassungsbescheinigung eingetragen waren. Weiterhin wies die Maschine technische Mängel an den Rückspiegeln und am Riemenschutz auf.

Bei einer anderen Maschine war eine unzulässige Auspuffanlage verbaut. Diese nahm auch Einfluss auf die Geräuschentwicklung. So wurde die Maschine mit 101 Dezibel bei zulässigen 86 Dezibel gemessen. Der Fahrer trug zudem keinen zugelassenen Motorradhelm. Aber auch der Führer eines Quads weckte das Interesse der Beamten – und zwar nicht nur, weil im Frontbereich kein amtliches Kennzeichen angebracht war, sondern auch, weil die Auspuffanlage technisch manipuliert war. Das Geräuschverhalten des Gefährts lag bei gemessenen 111 anstatt der zulässigen 84 Dezibel. red

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