Bergstraße

Bundestag Drei Ortsvereine nominieren Josefine Koebe

SPD: Aus dem Trio wird ein Quartett

Archivartikel

Bergstraße.Spannend wird es für die Bergsträßer Genossen: Am 28. November dürfen sie darüber entscheiden, wer für die SPD als Direktkandidat für den Wahlkreis Bergstraße zur Bundestagswahl 2021 aufgestellt wird. Mit Josefine Koebe wurde eine vierte Bewerberin ins Rennen geschickt. Nominiert wurde sie von den Ortsvereinen Bensheim, Heppenheim und Einhausen.

„Dass sich vier junge, engagierte Menschen diesen Schritt zutrauen und um das Direktmandat kämpfen, freut mich sehr und gibt Hoffnung für unsere Demokratie“, macht Koebe deutlich. „In keiner anderen Partei wäre ein solch fairer Wettbewerb denkbar.“

Mutter von drei Kindern

Die 32-jährige studierte Ökonomin, Mutter von drei Kindern und gebürtige Bensheimerin, hat sich in ihrer bisherigen Laufbahn vor allem als Expertin für Bildungs- und Familienpolitik hervorgetan. Dazu kann sie auf eine lange politische Erfahrung zurückblicken: Im Kreis Bergstraße machte sie sich als Schulsprecherin des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums einen Namen, gründete eine regionale Kreis-Schülervertretung und rief mit der „Stadtpark-Invasion“ den Vorgänger des „Vogel-der-Nacht“-Festivals ins Leben.

Als langjährige Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Christine Lambrecht kennt sie den parlamentarischen Betrieb gut. Als Stipendiatin des Lions-Clubs Bergstraße absolvierte sie nach ihrem Abitur ein Praktikum zur globalisierten Arbeitswelt mit Aufenthalten in Bensheim, Frankreich und den USA.

Bildungs- und Familienpolitik

Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre mit internationalem Schwerpunkt in Tübingen, Paris und Berlin promoviert sie seit 2017 im Bereich der Bildungs- und Familienökonomie und arbeitet aktuell als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Für die Kandidatur wird sie zusammen mit ihrer Familie an die Bergstraße zurückkehren.

Über die Bildungspolitik hat Josefine Koebe zur SPD gefunden. Ihre Erfahrung in der Berliner Kommunalpolitik möchte sie nun auch in die Bergsträßer SPD einbringen und Themen anpacken, die für den Kreis Bergstraße, aber auch das ganze Land wichtig sind. „Ich sehe die wichtigste Aufgabe der SPD darin, soziale Gerechtigkeit für die Menschen greifbar zu machen. Dazu gehören starke Familien, die auch ältere Generationen einbinden, gute Schulen, die im digitalen Zeitalter angekommen sind, für jedes Kind ein Platz in einer guten Kita und Arbeitsplätze, die es erlauben, Familie und Beruf zu vereinbaren. Dazu gehören auch ein stabiles Gesundheitssystem und eine Aufwertung von Berufen, wie zum Beispiel in der Pflege.“ Darüber hinaus fordert sie eine breitere Repräsentanz unserer Gesellschaft im Parlament – dazu zählen für sie vor allem auch Frauen in ihrer Lebenslage. red

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