Bergstraße

Jagdklub St. Hubertus Bergsträßer Jäger bieten fundierte Ausbildungen von Hunden an

Spezialisten in Feld und Wald

Archivartikel

Bergstraße.Schon seit vielen Jahren hat die fundierte Ausbildung von Hunden für den jagdlichen Einsatz Tradition beim Jagdklub St. Hubertus Bergstraße. Im Ausbildungskurs 2019 konnten insgesamt elf Hunde mit ihren Führern den Lehrgang mit der Brauchbarkeitsprüfung unter Leitung des Hundeobmanns Sven Hirth erfolgreich abschließen, heißt es in einer Pressemitteilung des Jagdklubs.

Doch nicht nur Tradition ist der Hintergrund für die mehrwöchige Ausbildung, sondern aktiver Tierschutz und rechtliche Anforderungen. Neben den grundsätzlichen, allgemeinen Gehorsamsübungen sowie der Leinenführigkeit, dem Gehen frei bei Fuß und dem freien Ablegen des Hundes umfasst die Ausbildung auch die sogenannte Wasserarbeit und das Apportieren und Bringen von Niederwild wie Kaninchen und Enten. So ist zum Beispiel jeder Revierpächter verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass ihm in seinem Revier ein für allgemeine jagdliche Aufgaben ausgebildeter und geprüfter Jagdhund zur Verfügung steht.

Aber es gibt auch Spezialgebiete der Jagdhundeausbildung, insbesondere für sogenannte Nachsuchen auf krankes oder verletztes Wild. Solche Nachsuchen sind nicht nur im Rahmen der Jagdausübung zu absolvieren, sondern vielmehr und sehr häufig auch auf bei Verkehrsunfällen verletztes Wild. Insbesondere im Herbst, wo sich die Aktivität der Wildtiere immer mehr in die dann bereits dunkleren frühen Morgen- und Abendstunden verlegt, kommt es zu Unfällen mit unerwartet über die Straße wechselndem Wild.

Um das verletzte und noch geflüchtete Wild zu suchen und von seinen Leiden zu erlösen, werden von den Jägern sogenannte Schweißhunde eingesetzt. Diese wurden zuvor speziell auf der in der Jägersprache Wundfährte genannten Spur ausgebildet, die sie mit ihrer sensiblen Nase oftmals auch über mehrere Kilometer und Stunden hinweg ausarbeiten. Auf dieser Fährte kann entweder zum Teil Blut (in der Jägersprache Schweiß genannt) oder aber nur der Geruch des verletzten Wildes für den Hund wahrnehmbar sein. Oftmals stellen diese Nachsuchen sowohl für den Hund als auch für seinen Führer eine Gefahr für Leib und Leben dar, insbesondere dann, wenn auf wehrhafte Wildschweine oder aber nachts in verkehrsreichen Gebieten nachgesucht werden muss.

Die Arbeit der sogenannten Hundegespanne erfolgt auf freiwilliger und unentgeltlicher Basis. „Damit leisten die Jäger auch in dieser Hinsicht einen nicht unerheblichen Dienst für die Gesellschaft und den Tierschutz“, so der Jagdklub.

Einsatz für Tierschutz

Die Ausbildung zum sogenannten brauchbaren Jagdhund ist mit viel persönlichem Einsatz, aber auch mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand verbunden, den die Jägerinnen und Jäger aus eigener Tasche tragen. So müssen Kursgebühren, Ausbildungsgegenstände und oft auch weite Anfahrtswege zu den Ausbildungsstätten finanziert werden.

Ein permanentes Training nach der Grundausbildung ist ein absolutes Muss, damit Hund und Hundeführer auch im täglichen Reviereinsatz, aber auch in gefährlichen Ausnahmesituationen als eingespieltes Team erfolgreich sein können.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel