Bergstraße

Corona-Pandemie Arbeiten aus der Langnese-Lehrwerkstatt für zwei Schulen in Bensheim

Spuckschutz-Spende von Azubis

Heppenheim.In Zeiten der Corona-Krise sorgen die Werkstätten des Heppenheimer Langnese-Werkes nicht nur dafür, dass die Eiscreme-Produktion auf Hochtouren laufen kann und die dafür benötigten Maschinen ständig gewartet und gegebenenfalls zeitnah repariert werden.

Um den verschärften Hygiene-Richtlinien gerecht zu werden, wurden zunächst von Julian Rettig und Christoph Heil (beides Auszubildende im zweiten Lehrjahr) zwei Spuckschutz-Vorrichtungen für die Kassen im eigenen, vorerst geschlossenen Werksverkauf hergestellt, damit dieser – wenn auch nur intern – wieder öffnen konnte.

Das Material hatte die zum Unilever-Konzern gehörende Firma vorrätig: den stoßfesten, thermoplastischen Kunststoff Makrolon, der überall dort eingesetzt wird, wo Glas bei Beschädigungen zu nicht erwünschten Splittern in den Produktionsräumen führen würde. Die vier Millimeter dicken Kunststoffplatten wurden passend zugesägt und mit einem Alu-Profil verschraubt – fertig war die einfache, aber äußerst effektive Konstruktion.

Lob für diese mitarbeiter-freundliche Maßnahme gab es nicht nur von den Vorgesetzten, sondern auch vom Betriebsrat.

Nils Molden, Ausbilder für die angehenden Mechatroniker im Langnese-Werk, kam zudem auf die Idee, zusammen mit den Azubis aus den ersten beiden Lehrjahren mit einer Spuckschutz-Spende in der Corona-Krise etwas Gutes zu tun. Mit der Unterstützung der Azubis aus dem ersten Lehrjahr, Fabian Fuss und Selina Klaws, fertigte Julian Rettig zwei weitere Spuckschutz-Wände.

Den Vorschlag dazu hatte die Langnese-Lehrwerkstatt zuvor dem Heinrich-Metzendorf-Schulleiter Thomas Bährer (Bensheim) gemacht, welcher dankend annahm. Das sprach sich herum, so dass zudem noch eine Anfrage der Karl-Kübel-Schule bei der Langnese in Heppenheim bearbeitet und ausgeliefert wurde. kr

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