Bergstraße

Ausflugsziele Der Erlenbacher Bergtierpark ist wieder für Besucher geöffnet

Streicheleinheiten für den tierischen Nachwuchs

Archivartikel

Bergstraße.Laut schallt das Meckern der Ziegen durch den Park. Man könnte meinen, dass sich auch die Tiere über ein Stückchen Normalität freuen: Sieben Wochen nach der coronabedingten Schließung hat der Bergtierpark in Erlenbach wieder seine Türen für Besucher geöffnet. Und diese kamen zum Auftakt zahlreich, wie Tierpfleger Robert Hechler bestätigt. Viele Familien mit Kindern nutzen die Gelegenheit für einen Ausflug. Eng wurde es zu keinem Zeitpunkt. Der Ansturm verteilte sich konstant über den ganzen Tag.

Zur Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern wurden einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. So ist beispielsweise der Eingangsbereich durch ein Leitsystem mit Bändern begrenzt. Verteilt im Park befinden sich darüber hinaus Spender mit Desinfektionsmittel für die Hände.

Augenzwinkernd wird auf Schildern darauf hingewiesen, dass Besucher eine Elchlänge – zwei Meter – Abstand voneinander halten sollen. Stellen im Park, an denen sich die Besucher nicht aus dem Weg gehen können, wurden abgesperrt, etwa die Brücke. Auch wenn Besucher diese kleinen Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, sind die Rückmeldungen an die Mitarbeiter positiv. „Alle sind froh, dass wieder geöffnet ist“, sagt Hechler. Die allgemeingültigen Regelungen, was etwa das Einhalten der Abstände betrifft, würden ohnehin von den Besuchern akzeptiert.

Auch in Zeiten von Corona müssen die Tiere versorgt werden. Während der sieben geschlossenen Wochen hat sich jeweils einer der drei Tierpfleger für eine Woche um die Alpakas, Ziegen und Co. gekümmert und blieb dann für zwei Wochen zuhause. Auf diese Weise konnten angehäufte Überstunden abgebaut werden, sagt Hechler. Für ihn war diese Regelung noch aus einem anderen Grund von Vorteil: Für zweieinhalb Wochen haben seine Familie und er eine kleine Walliser Ziege von Hand mit der Flasche aufgezogen, da ihre Mutter verstorben war. Die kleine „Cookie“ ist inzwischen wieder in den Bergtierpark umgezogen.

Jungtiere gibt es im Park das gesamte Jahr über zu bestaunen, auch aktuell kann man in beinahe jedem Gehege tierischen Nachwuchs sehen. Weitere Junge werden in den nächsten Tagen zur Welt kommen, beispielsweise bei den Alpakas. Das Füttern der Tiere ist weiterhin erlaubt, worüber sich vor allem die Kinder freuen dürften.

Zeichen der Solidarität

In diesen ungewöhnlichen Zeiten haben sich die Mitarbeiter über ein Zeichen der Solidarität besonders gefreut. So hat der örtliche Lieferant das Gemüse für die Tiere in den vergangenen sieben Wochen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Jetzt, da der Betrieb wieder weitergeht, freuen sich die Tiere aber darüber, wenn sie von den Besuchern am Zaun ihrer Gehege wieder mit einer Extra-Portion Trockenfutter verwöhnt werden.

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