Bergstraße

Contra Gegen eine Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen

Tempolimit verhindert keine Unfälle

Archivartikel

Es scheint ein beliebtes und immer wieder heiß diskutiertes Thema zu sein: das Tempolimit. Und doch bleiben die Argumente der Befürworter immer dieselben. Es wird von der Verpflichtung zum Schutz des Klimas und von der Möglichkeit zur Verringerung der Unfälle geredet. Jedoch wendet sich das Blatt, sobald man sich die alles entscheidenden Fakten ansieht.

Zuallererst muss man betonen, dass Autobahnen die mit Abstand sichersten Straßen in Deutschland sind. Die meisten tödlichen Unfälle in Deutschland passieren noch immer auf Landstraßen, die bereits ein Tempolimit haben. Außerdem sterben auf deutschen Autobahnen pro eine Milliarde gefahrener Kilometern nur rund 1,7 Menschen. Länder wie Belgien, die USA oder Frankreich schneiden trotz Tempolimit nicht besser ab.

Auch dem Klima wäre mit einem Tempolimit nur schlecht geholfen, da die 2,2 Millionen Tonnen CO2, die bei einem Tempolimit von 130 km/h eingespart werden würden, nur etwa zwei Prozent der CO2-Emissionen des gesamten deutschen Pkw-Verkehrs entsprechen. Ein auch oft angeführtes Argument der Befürworter des Tempolimits ist der Lärmschutz. Und auch dieses kann mithilfe eines Blickes auf die Fakten entkräftet werden. So geht der Großteil der Lärmbelastung von Lkw aus, die sich bereits an ein Tempolimit von 80 km/h halten müssen. Zudem ist die Einführung eines Tempolimits auch aus psychologischer Sicht fragwürdig, da der Reiz des Verbotenen einige Adrenalinsüchtige erst recht zum Rasen animieren würde.

Deshalb bin ich der Meinung, dass mehr Menschenverstand und Vernunft genügen. Man sollte den Blick besser auf andere wichtige Dinge lenken und dieses leidige, immer wiederkehrende Diskussionsthema endlich zu den Akten legen.

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