Bergstraße

Tourismus Pandemie-gerechtes Wanderevent wurde zum großen Erfolg / Auerbacher Schloss besonders beliebt

Trotz Corona: „Rauf auf den Burgensteig“

Bergstraße.Not macht erfinderisch – die Corona-Pandemie hat dieses Jahr auch etlichen touristischen Angeboten das Leben sehr schwer gemacht. Aber wer der Krise mit kreativen Ideen Paroli geboten hat, konnte auch punkten. Es gibt sogar neue Projekte, die wegen Corona entstanden sind – die aber wohl künftig niemand mehr missen will. Die Aktion „Rauf auf den Burgensteig“ des Tourismusservice „Die Bergstraße“ ist eine solche Idee.

Sie wurde eigentlich als Ersatz geboren, weil das diesjährige Event „Rauf auf die Burg“ aus Coronagründen hatte abgesagt werden müssen. Da Wandern und Vergnügen in der Natur aber stets erlaubt war, hatte die Aktion an diesem Punkt angesetzt. Vom 1. August bis zum 1. November konnte jeder für sich ganz allein oder in Corona-konformen Gruppen eine Burg oder eine andere Attraktion besuchen, die am zertifizierten Wanderweg „Burgensteig“ liegt. Dabei wurde sportliches Wandern an der Bergstraße kombiniert mit Naturerlebnis, Ritter- und Burgengeschichten sowie Gewinnchancen. Jede Woche wurden Gewinner ermittelt. Wer gewandert war und sich über einen QR-Code registriert hatte, konnte zum Beispiel gewinnen: ein Zarenfrühstück, Event-Tickets, Wanderliteratur, Stadtführungen, Fresskörbe und vieles mehr. Jetzt wurden aus allem Teilnehmern die Hauptgewinner gezogen.

Bei einer ersten Auswertung waren die Organisatoren positiv überrascht über das große Feedback. Eine Karte mit Geodaten auf der Eventseite wurde rund 2600 Mal aufgerufen, die Eventseite gut 200 Mal geladen. Mit dem Hauptgewinn (Rittermahl auf Schloss Auerbach) wurde ein Wanderer aus Heidelberg belohnt. Er hatte sich am 22. September an der Dossenheimer Schauenburg registriert und wurde von einem Zufallsgenerator unter 465 Teilnehmern der Aktion ermittelt.

Wie die Firma Connfair als technischer Partner der Bergstraße ausgewertet hat, kamen die meisten Wanderer aus den Metropol-Regionen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Spitzenreiter war Bensheim, gefolgt von Heidelberg und Frankfurt. Auch die Wochengewinne gingen überwiegend an Personen, die in der Region wohnen. Doch auch Wanderer aus Leipzig, dem Ruhrgebiet, Karlsruhe, Frankenthal oder Würzburg hatten Losglück. Beliebtester Wandertag war der Sonntag.

Der beliebteste Stempelpunkt war das Auerbacher Schloss, gefolgt von der Schriesheimer Strahlenburg und Burg Frankenstein in Mühltal. Alle 19 „virtuelle Stempelstellen“ befanden sich zwischen Darmstadt und Heidelberg auf dem Burgensteig oder an Zubringerwegen zum Steig. Wanderer, die kein Handy hatten, konnten sich die Buchstaben-Ziffernfolge am Standort notieren und per Mail schicken. Das kam rund ein Dutzend Mal vor.

Als Nächstes geht es um die Frage, wie das Projekt 2021 aussehen könnte. Nach Meinung der Organisatoren hat der Burgensteig noch viele Facetten, die im kommenden Jahr bespielt werden könnten – je nach Corona-Lage wieder halb-virtuell oder ohne Einschränkungen. zg

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