Bergstraße

EKHN Pfarrerin aus Lorsch bleibt Vize-Kirchenpräsidentin

Ulrike Scherf wiedergewählt

Bergstraße/Frankfurt.Mehr als 140 Delegierte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) haben bei ihrer Herbstsynode am Mittwoch mit Personalien und Finanzen befasst. Die stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf wurde in ihrem Amt wiedergewählt. Sie erhielt 115 von 118 abgegebenen Stimmen, wie ein Kirchensprecher sagte. Die 55-jährige Theologin, die in Lorsch lebt und vor ihrem Wechsel zur EKHN nach Darmstadt Dekanin des Evangelischen Dekanats Bergstraße war, übt das Amt bereits seit dem Jahr 2013 aus.

Die EKHN solle sich nicht zu einer Vereinskirche entwickeln, „die sich vor allem um sich selbst dreht“, sagte Scherf in ihrer Bewerbungsrede. Auch mit weniger Mitteln und Mitgliedern müsse die EKHN eine Kirche bleiben, die „in der Welt steht und ihren Auftrag für und mit möglichst vielen Menschen sichtbar und erfahrbar lebt“.

Etat gebilligt

Auf der Herbstsynode in Frankfurt billigten die Teilnehmer auch den Haushalt mit Gesamtausgaben in Höhe von rund 709 Millionen Euro, wie ein Sprecher mitteilte. Personalkosten machten darin mit 321 Millionen Euro den größten Einzelposten aus. Für den Erhalt von Gebäuden wurden mehr als 41 Millionen Euro eingeplant, für die Arbeit in Kindertagesstätten etwa 50 Millionen. Einnahmen durch die Kirchensteuer werden auf 530 Millionen Euro geschätzt – das sei etwa das Niveau des laufenden Jahres, hieß es.

1,5 Millionen Mitglieder

Überdies diskutierten Pfarrer und Laien mit Vertretern der Kirchenleitung unter anderem über aktuelle Fragen, Finanzen und die Zukunft der Kirche. Sie vertreten mehr als 1,5 Millionen EKHN-Mitglieder in 1132 Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ“ der hessen-nassauischen Kirche und mit einem Parlament vergleichbar. Sie wird vom Kirchensynodalvorstand mit einem oder einer Präses geleitet. Laut Kirchenordnung sollen möglichst zwei Drittel der gewählten Synodalen Gemeindemitglieder sein, ein Drittel Pfarrerinnen und Pfarrer. dpa/Bild: EKHN/Neetz

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