Bergstraße

Mitgliederversammlung Sitzung in Weilbach berät konkrete Zukunftspläne / Langfristige Entwicklung planen und vorantreiben

Unesco-Experten prüfen Geo-Naturpark

Bergstraße.Ganz im Zeichen der Zukunft stand die Herbst-Mitgliederversammlung des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. Mehr als 60 Mitglieder aus der gesamten Region, die sich über die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Baden-Württemberg erstreckt, kamen in Weilbach zusammen, um sich damit zu befassen, wie sich der Geo-Naturpark in den kommenden zehn Jahren ausrichten möchte.

Neben Beratungen zu den Projekten des Jahres 2020 ging es vorrangig um die großen Meilensteine, mit denen sich die Geschäftsstelle unter Leitung der kommissarischen (und ab Januar 2020 dauerhaften) Geschäftsführerin Jutta Weber derzeit beschäftigt.

So steht im kommenden Jahr die nunmehr fünfte internationale Überprüfung durch die Unesco an – das Prozedere hat bereits begonnen und findet seinen Höhepunkt in der Bereisung durch internationale Unesco-Experten im kommenden Sommer. Dabei wird es vor allem um die aktive Kooperation aller Beteiligten sowie die Weiterentwicklung der vielfältigen Projekte und Maßnahmen seit der letzten Überprüfung gehen.

Ein weiteres Großprojekt leitete der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt, Vorsitzender des Geo-Naturparks, mit eindringlichen Appellen in Richtung Naturerlebnis, Bewusstseinsbildung, Nachhaltigkeitsziele und Erhalt der Lebensbedingungen ein: Es geht um den Geo-Naturparkplan 2030, der derzeit im Entstehen ist und definiert, wie die von der Unesco ausgezeichnete Institution in den kommenden Jahren in der Region und weit darüber hinaus agieren möchte. Hierzu gab es in den vergangenen Monaten eine intensive Beteiligung der Mitglieder und Kooperationspartner, es wurden Workshops abgehalten und Leitbilder besprochen – und nun geht es um die wichtigsten Themen und Visionen.

Hier haben sich vier Kernbotschaften herauskristallisiert:

Aus der Erdgeschichte für die Zukunft lernen und Natur und Umwelt schützen.

Die nachhaltige Inwertsetzung der Region voranbringen.

Mit Bildung für nachhaltige Entwicklung für Bewusstsein und Handlungskompetenz sorgen.

Die Qualität auf regionaler bis hin zur internationalen Ebene stets verbessern.

Hinterlegt mit konkreten Aufgaben und Projekten geht es nun in Richtung Vision, die mit dem im Laufe des Arbeitsprozesses entstandenen Slogan verknüpft wird: „Erhalten. Erleben. Entwickeln. Unser Geo-Naturpark. Unsere Zukunft.“

Wer, wenn nicht der Geo-Naturpark kann vermitteln, warum biologische Vielfalt für unser aller Überleben elementar ist? Wie können wir aus den Vorgängen, die unseren Planeten immer wieder verändert haben, für unsere eigene Zukunft lernen? Hier schlägt der Geo-Naturpark den Bogen zu den Fragen, die die Menschen derzeit immer mehr beschäftigen, sowie zur Globalen Agenda 2030, die hierzu Lösungen und Handlungsrichtlinien anbietet.

Geplant ist es, den gemeinsam mit dem Institut für Ländliche Strukturforschung (IfLS) erarbeiteten Plan im kommenden Frühjahr zu verabschieden und im Rahmen einer breit angelegten Kampagne öffentlich vorzustellen.

Ein weiteres Thema war das internationale Ruritage-Projekt der Europäischen Union – hier erarbeitet der Geo-Naturpark derzeit ein Programmangebot, das die Integration von Menschen aus aller Welt, die in der Region eine neue Heimat gefunden haben, fördert – ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung in der Region.

Dies ist nur ein Ausschnitt aus der Arbeit der rührigen Geschäftsstelle. In diesem Zusammenhang hob Geschäftsführerin Weber das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeiter hervor und dankte diesen ausdrücklich für ihren Einsatz im Sinne der Region und der fruchtbaren Weiterentwicklung des Geo-Naturparks.

Zum Ausklang der Veranstaltung gab es nicht nur Marzipan aus Weilbach und süße Grüße aus dem Geo-Naturpark, sondern auch T-Shirts mit Geo-Naturpark- und Unesco-Logo für alle Teilnehmer. Diese fanden großen Anklang, denn nicht nur Geschäftsstelle, Ranger, Geopark-vor-Ort-Teams und Wegemarkierer, sondern auch die Mitglieder und Vorstände können so zeigen, dass sie gemeinsam für den Geo-Naturpark und seine nachhaltige, zukunftsorientierte Entwicklung stehen. red

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