Bergstraße

Straßenverkehr Schwerverletzter 15-Jähriger bei Unfall auf der A 67, Vollsperrung der A 6 wegen der Bergung eines Sattelzuges und eine 79 Jahre alte Falschfahrerin auf der A 5

Unfälle halten die Rettungskräfte in Atem

Archivartikel

Bergstraße.Die Nacht auf Mittwoch und der gestrige Morgen waren keine gute Zeit für Polizei und Rettungskräfte in der Region. Ein schwerer Unfall auf der A 67, ein von der Fahrbahn abgekommener Sattelzug auf der A 6 zwischen dem Viernheimer Dreieck und Sandhofen sowie die Unfallfahrt einer 79 Jahre alten Falschfahrerin auf der A 5 bei Weinheim hielten die Beamten sowie die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer für viele Stunden in Atem.

Ausweichmanöver mit Folgen

Viel zu tun gab es vor allem bei einem folgenschweren Unfall auf der A 67 zwischen der Anschlussstelle Lorsch und dem Autobahndreieck Viernheim. In der Nacht auf Mittwoch war auf dem Streckenabschnitt eine 38 Jahre alte Frau in Richtung Süden unterwegs. Mit ihr im Auto saßen ihre drei Kinder: ihr 15 Jahre alter Sohn auf dem Beifahrersitz des kleinen Opel, zwei weitere Kinder im Alter von 14 und 12 Jahren auf dem Rücksitz.

Nach eigenen Angaben musste die Mutter einem vor ihr fahrenden Auto ausweichen, dessen Fahrer plötzlich abbremste. Daraufhin, so berichtete sie der Polizei, verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Die Frau prallte mit ihrem Wagen zunächst gegen eine Betonwand und überschlug sich anschließend, ehe das Auto auf seinen Rädern zum Stehen kam.

Sohn schwer verletzt

Die 38-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt, ihr 15 Jahre alter Sohn kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die beiden Kinder auf dem Rücksitz überstanden den Unfall ohne Blessuren. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 10 000 Euro.

Zu dem unbekannten Fahrzeug, dem die Frau auswich, liegen der Polizei bislang keine Erkenntnisse vor. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiautobahnstation Südhessen unter der Telefonnummer 06151 /87560 zu melden.

Vollsperrung im Berufsverkehr

Vergleichsweise glimpflich kamen dagegen ein Brummifahrer und sein Beifahrer davon, die mit ihrem Sattelzug im frühmorgendlichen Berufsverkehr auf der A 6 zwischen dem Viernheimer Dreieck und der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen von der Fahrbahn abkamen und schließlich in der Böschung landeten.

Bei dem Unfall, der sich nach Mitteilung der Polizei gegen 6.10 Uhr ereignete, zogen sich die beiden Männer „Blessuren leichterer Art“ zu. Ob möglicherweise Sekundenschlaf zu dem Unfall geführt hat, müssen die weiteren polizeilichen Ermittlungen zeigen. Neben der Polizei waren Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz.

Für die Bergungsarbeiten, die rund zwei Stunden dauerten, hatte die Polizei die Tangente von der A 67 kommend in Fahrtrichtung Mannheim-Sandhofen vollgesperrt. Der Verkehr auf der Gegenfahrbahn lief dagegen zweispurig weiter. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

79 Jahre alte Falschfahrerin

Ohne Verletzte, aber mit einem Sachschaden von rund 30 000 Euro endete die Unfallfahrt einer Falschfahrerin am Weinheimer Kreuz. Die 79 Jahre alte Dame war gestern Morgen gegen 8.30 Uhr mit ihrem VW Polo falsch auf die A 5 in Fahrtrichtung Karlsruhe abgebogen.

Nur wenige Meter weiter kam es – bei geringer Geschwindigkeit – zum frontalen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto. Ein weiterer Autofahrer musste daraufhin voll abbremsen, wodurch ein nachfolgender Fahrer seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen konnte und auf seinen Vordermann auffuhr. Mehrere weitere Autofahrer konnten gerade noch rechtzeitig ausweichen.

Verletzt wurde bei der Karambolage niemand, auch die 79-jährige Unfallverursacherin wollte nicht zur Beobachtung ins Krankenhaus mitfahren.

Weitere Geschädigte gesucht

Alle Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Strecke, auf der sich die Karambolagen ereignet hatten, konnte erst gut zwei Stunden später wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zuvor hatte sich vor der Unfallstelle ein bis zu fünf Kilometer langer Rückstau gebildet. Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr aus Hirschberg, drei Rettungsfahrzeuge und zwei Notärzte.

Die weiteren Unfallermittlungen hat das Autobahnpolizeirevier Mannheim übernommen. Die Beamten suchen in diesem Zusammenhang auch nach weiteren Geschädigten.

Denn nach den bisherigen Unfallermittlungen der Polizei wurden weitere Autofahrer gefährdet indem sie abbremsen und ausweichen mussten. Diese Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0621 / 470930 beim Autobahnpolizeirevier Mannheim zu melden.

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