Bergstraße

EU-Spitzenpositionen

Unwürdiges Schmierentheater

Lagarde – Garant für die Nullzinspolitik“, BA vom 4. Juli

Das „Schmierentheater“ um die Besetzung der EU-Spitzenpositionen war eher unwürdig, aber Menschen sind wohl anfällig dafür, Politiker vielleicht besonders.

Die Präsentation der „Dea ex machina“ – Ursula von der Leyen – als Kommissionspräsidentin ist allerdings nur vordergründig eine Lösung der aktuellen Probleme, weil dadurch nach Ansicht von Thomas König die Berufung von Jens Weidmann zum Präsidenten der Europäischen Zentralbank verhindert und die Besetzung der Position mit Christine Lagarde möglich wurde.

In seiner Analyse führt Thomas König aus, dass Frau Lagarde den Niedrigzinskurs der Europäischen Zentralbank stets begrüßt hat und keine Probleme damit hat, wenn in einer fortentwickelten Eurozone konsolidierte Mitgliedstaaten (z.B. Deutschland) für defizitäre. (z.B. Frankreich) einstehen müssen. König weist auch darauf hin, dass Frankreich die Kriterien des Stabilitäts- und Wachstumspakts kontinuierlich verfehlt und sein Schuldenzuwachs (ca. 900 Milliarden Euro in zehn Jahren) den von Italien übertrifft.

Ich halte diese Situation bzw. Entwicklung für ungesund und äußerst bedenklich. Daher sage ich: Danke Frau Bundeskanzlerin, dass Sie dieses „Theater“ zwar nicht als Protagonistin, aber offensichtlich bereitwillig mitspielen.

Erhard Broszio

Bensheim

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