Bergstraße

Gesellschaft Kreisverband Bergstraße des Sozialverbandes hat inzwischen fast 10 000 Mitglieder / Gedankenaustausch mit Kreisbeigeordnetem Karsten Krug

VdK ist eine gewichtige Stimme bei sozialen Themen

Bergstraße.Um sich über aktuelle sozialpolitische Themen auszutauschen, war Kreisbeigeordneter Karsten Krug kürzlich bei der Kreisspitze des Sozialverbandes VdK zu Besuch.

Georg Spilger, Vorsitzender des Bergsträßer Kreisverbandes, informierte den Dezernenten in der VdK-Geschäftsstelle in Heppenheim unter anderem über die aktuelle Mitgliederentwicklung: So verfügt der VdK Bergstraße inzwischen über rund 10 000 Mitglieder. Damit sind fast vier Prozent der Bürger im Kreis Mitglied bei diesem Sozialverband. Tendenz: leicht steigend.

„Fast alle Neumitgliedschaften werden durch ein konkretes Anliegen begründet und damit meist mit einem bestehenden Problem“, erläuterte Spilger. Dies bedeutet einerseits viel Arbeit für die ehrenamtlich engagierten Vertreter des VdK in seinen 35 Ortsverbänden.

Schieflage in der Gesellschaft

Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise rund 4500 Sozialrechtsberatungen für die Mitglieder durchgeführt. Andererseits verdeutliche diese Entwicklung eine gewisse Schieflage innerhalb der Gesellschaft, so VdK-Vorsitzender Spilger. Oft seien es finanzielle und teilweise auch existenzielle Probleme, mit denen die Kreisbürger auf den VdK zukommen.

Gerade in diesem Zusammenhang kam der Mangel an Wohnraum im Kreis (besonders im Ried und an der Bergstraße) zur Sprache. Es fehlt an Wohnraum, der altersgerecht ist beziehungsweise der auch für Menschen, die in schwierigen sozialen Verhältnissen leben, bezahlbar ist. „Wir dürfen nicht den Mangel verwalten, sondern wollen als Kreis gemeinsam mit den Kommunen Lösungen finden, wie wir besonders dem Abbau an für jedermann bezahlbarem Wohnraum begegnen können“, betonte der für den sozialen Wohnungsbau zuständige Kreisbeigeordnete. So wurde bereits eine neue Stelle zur Beratung der Kommunen und Investoren im Zusammenhang mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eingerichtet. Zudem wird der Kreis seinen Kommunen demnächst ein Förderinstrument des Landes – die Baulandoffensive Hessen – zur Verfügung stellen und hierfür auch Finanzmittel bereitstellen.

Fragen der Mobilität

Auch über die Frage der Mobilität im Kreis tauschten sich die Gesprächsteilnehmer aus. Kreisbeigeordneter Krug, der auch für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständig ist, informierte unter anderem über die anstehende Fortschreibung des Nahverkehrsplans. Ein wichtiger Bestandteil wird hier das Thema Barrierefreiheit sein. Hierzu zählt auch die entsprechende Optimierung von Haltestellen oder die Ausstattung der Fahrzeuge.

Ortrud Elisabeth Goertz berichtete für den VdK unter anderem über Aktivitäten im Bereich der Behindertenvertretungen im Kreis Bergstraße, besonders im Ried, und wünscht sich hier noch mehr Unterstützung seitens der Politik zur Wahrnehmung der Interessen von Menschen mit Behinderungen.

Abschließend verständigte man sich auf einen regelmäßigen Austausch untereinander. Dabei soll es auch um Themen wie Altersarmut und Inklusion gehen.

„Mein großer Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen beim VdK im Kreis, die vielen Tausend Bürgern unserer Region dabei helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen“, so Krug zum Abschluss des Gesprächs. red

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