Bergstraße

Integration

Verein stellte sich im Landratsamt vor

Heppenheim/Bergstraße.„Peri“, das ist türkisch und bedeutet „Die gute Fee“. Genau so heißt auch der Verein, den Serap Çileli vor mehr als zehn Jahren gegründet hat: „peri e.V. – Verein für Menschenrechte und Integration“. Dieser setzt sich für die Rechte von Frauen muslimischen Glaubens ein – insbesondere im Hinblick auf Themen wie Ehrenmord und Zwangsehe.

Im Landratsamt berichtete Çileli dem Landrat, den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Bergstraße sowie der Integrationsbeauftragten des Kreises von der Vereinsarbeit und den Zielen. Serap Çileli, die bereits mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement ausgezeichnet wurde, erklärte, dass sie bei Peri Frauen muslimischen Glaubens, die Opfer von physischer oder psychischer Gewalt werden, eine Stimme geben wolle. Viele Frauen trauten sich zum Beispiel nicht, gegen eine Zwangsehe aufzubegehren, da sie viel zu große Angst vor Gewalt oder Rache hätten und auch davor, es nach einem Bruch mit der Familie alleine nicht schaffen zu können.

Bei diesen Problemen biete Peri professionelle Einzelfallhilfe an, berate und begleite die Betroffenen. Die Vereinsmitglieder gäben den Hilfesuchenden somit die notwendige Unterstützung, ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu leben. Das ist oft nicht leicht: Während ihrer jahrzehntelangen Arbeit, so Serap Çileli, sei sie oft beschimpft, beleidigt und sogar bedroht worden. Aufgeben kam für sie jedoch nie in Frage: Kulturelle Toleranz ende dort, wo Menschenrechte verletzt würden, so Çileli. zg

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