Bergstraße

Kriminalität Warnung des Polizeipräsidiums Südhessen

Vermehrt Trickbetrüger am Telefon

Archivartikel

Südhessen.Seit dem Wochenende häufen sich an der Bergstraße und im Kreis Darmstadt-Dieburg erneut Anrufe von Trickbetrügern. Darauf weist das Polizeipräsidium Südhessen hin. Die Kriminellen versuchen die Angerufenen mit den bekannten Maschen des „Enkeltricks“ und des „Falschen Polizeibeamten“ zu täuschen.

Am vergangenen Freitag beispielsweise habe im letzten Moment Schlimmeres verhindert werden können, als eine Kundin einen höheren Geldbetrag abheben wollte und sich herausstellte, dass das Geld für einen „falschen Enkel“ sein sollte.

Infos aus dem Telefonbuch

Immer wieder telefonieren Betrüger das Telefonbuch von Städten und Gemeinden ab, um gezielt über ältere Vornamen bei vorwiegend älteren Menschen anzurufen, um Kasse zu machen. Die Täter machen sich den Umstand zunutze, dass Senioren sehr oft mit Vor- und Zunamen, Adresse und Telefonnummer im Telefonbuch registriert sind. Sie verkennen dabei, dass durch die Veröffentlichung der Telefonbücher im Internet ihre Daten weltweit abrufbar sind. Die umfangreichen persönlichen Daten bieten den Tätern regelmäßig den notwendigen Einstieg, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen.

Die Polizei rät daher dazu, den Telefonbucheintrag zu überprüfen und ihn gegebenenfalls beim jeweiligen Telefonanbieter zu ändern oder zu löschen. Das Risiko, überhaupt von den Tätergruppen angerufen zu werden, wird dadurch erheblich minimiert.

Tipps der echten Polizeibeamten

Sollte es dennoch zu Anrufen kommen, rät die Polizei:

Seien sie misstrauisch, wenn sie außergewöhnliche Anrufe erhalten.

Machen sie am Telefon keine Angaben zu ihren persönlichen Verhältnissen, auch die Polizei wird sie am Telefon nicht nach Vermögenswerten und Geldverstecken befragen.

Notieren Sie sich Name und Rückrufnummer des Anrufers, beenden sie das Gespräch und sprechen Sie vor dem Rückruf mit einer Person ihres Vertrauens.

Scheuen Sie sich nicht, das Gespräch zu beenden, wenn Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint.

Übergeben oder deponieren Sie niemals Geld oder andere Wertsachen an oder für unbekannte Personen.

Informieren Sie Ihre Angehörigen über die entsprechenden Phänomene und die dazugehörigen Verhaltenstipps.

Verständigen Sie die die örtliche Polizei oder die Notruf-/Einsatzzentralen der Polizei über die Notrufnummer 110. red

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