Bergstraße

Viele Busse mit großen Mängeln

17 Busse kontrollierte die Polizei – nur bei drei davon war alles in Ordnung

Eine groß angelegte Buskontrolle führte der Verkehrsdienst des Polizeipräsidiums Südhessen zusammen mit Beamten aus Frankfurt, Südosthessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern schwerpunktmäßig auf den Autobahnen A 5 und A 67 durch. Auch Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Darmstadt und Beamte des Zolls, die die Kontrolle unter anderem mit einem Scanmobil unterstützten, waren im Einsatz.

Linienverkehr im Blick

Das Hauptaugenmerk aller eingesetzten Beamten lag auf dem nationalen und internationalen Linienverkehr. Insgesamt wurden 17 Busse auf das Gelände der Polizeiautobahnstation gelotst und dort einer ganzheitlichen Prüfung unterzogen. Nur drei dieser Fahrzeuge blieben ohne Beanstandung.

Bei den verbliebenen 14 Bussen wurden teilweise gravierende Mängel festgestellt und zahlreiche Anzeigen gefertigt sowie Sicherheitsleistungen von rund 12 300 Euro verhängt.

Lenk- und Ruhezeiten

Neben Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten und dem Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wurden auch erhebliche technische Mängel entdeckt, die in drei Fällen zu der Untersagung der Weiterfahrt und zudem in einem weiteren Fall zu einer Stilllegung des Fahrzeuges noch vor Ort führten. So geschehen zum Beispiel bei einem italienischen Reisebus, der eine Touristengruppe aus Asien auf einer mehrtägigen Tour durch Europa chauffierte.

Mängel am Ersatzfahrzeug

Nach Sichtung der Karosserie zeigte sich, dass der Fahrzeugrahmen an mehreren Stellen durchgerostet sowie Bremsen und Vorderräder defekt und porös waren. Das Gefährt wurde stillgelegt und ein Ersatzbus bestellt. Doch auch dieses Fahrzeug hielt dem prüfenden Blick nicht stand und die Weiterfahrt der Reisegruppe konnte erst nach dem Wechsel der hinteren Reifen fortgesetzt werden. Sowohl gegen den Busfahrer als auch dessen Unternehmen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet und eine Geldstrafe noch vor Ort gezahlt.

Mit Bahn statt Bus

Komplett auf einen Zug mussten die Insassen eines rumänischen Reisebusses ausweichen, nachdem dem Fahrzeuglenker infolge drastischer Überschreitungen der Lenk- und Ruhezeiten die Weiterfahrt untersagt wurde. Die Kosten der Bahnfahrt übernahm die Busfirma. Zudem verhängten die Beamten ein Bußgeld in Höhe von mehreren Tausend Euro und leiteten auch ein Verfahren gegen den Fahrer ein.

Ersatzfahrer bestellt

Auch das abwechselnde Fahren zweier Busfahrer eines rumänischen Busses auf dem Weg von Rumänien nach Gießen konnte nicht verhindern, dass gegen die Lenkzeiten und Ruhezeiten verstoßen wurde. Ein Ersatzfahrer musste bestellt werden, bevor die Fahrt drei Stunden später fortgesetzt werden konnte. Zudem stellten die Beamten bei einem Fahrgast ein gestohlenes Handy sicher.

Aufgrund der erheblichen und gravierenden Verstöße sind weitere Kontrollen in diesem Zusammenhang geplant. pol

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