Bergstraße

Windkraft Regionalversammlung Südhessen verabschiedet Teilplan

Vorerst keine Rotoren im Gebiet „Flockenbusch“

Bergstraße.Aufatmen in Wald-Michelbach: Die Regionalversammlung Südhessen hat gestern den „Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien“ mit der Ausweisung weiterer Vorrangflächen für Windkraftanlagen zwar verabschiedet, das ursprünglich vorgesehene Gebiet „Flockenbusch“ bei Schönmattenwag ist aber zunächst vom Tisch. Grundlage war ein Antrag von CDU und SPD in der Regionalversammlung, den Bereich zurückzustellen, da in der Überwaldgemeinde schon ein Windpark im Gebiet „Stillfüssel“ realisiert wurde. Der Bereich wird auf dem Plan deshalb als sogenannte „Weißfläche“ vermerkt. „Damit wurde dem Teilflächennutzungsplan der Gemeinde Wald-Michelbach zumindest teilweise Rechnung getragen“, erklärte Bürgermeister Sascha Weber.

Er hält es aber für unverständlich, dass bei der Einteilung des ,Meisenberges’ als Weißfläche und des ,Lannertskopfes’ als Vorrangfläche die Artenschutzgutachten nicht berücksichtigt wurden, die zu einer vollständigen Streichung beider Flächen geführt hätten.

Der Teilplan legt fest, wo Windkraftanlagen errichtet werden können (Vorranggebiete) und wo nicht. 121 Flächen wurden als Vorranggebiete bestimmt, das entspricht 1,4 Prozent Südhessens, wie das Regierungspräsidium Darmstadt mitteilt. 97,8 Prozent sollen für Windkraft künftig ausgeschlossen sein. Die restlichen 0,8 Prozent sind Weißflächen wie der „Flockenbusch“. Ziel der Landesregierung ist es, zwei Prozent Hessens als Vorrangflächen auszuweisen.

Kritik gibt es seitens der FDP-Fraktion in der Versammlung: Es seien leichtfertig politische Vorgaben durchgepeitscht und Einwände von Bürgerinitiativen und Kommunen ignoriert worden, heißt es. red/jün

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