Bergstraße

„Wagenknecht schadet uns nicht“

Sascha Bahl, Chef der Bergsträßer Linken, über die Diskussionen in seiner Partei

Herr Bahl, innerhalb der Linken wird über „offene Grenzen“ diskutiert. Wie ist ihre Position?

Sascha Bahl: Hier müssen Einwanderung und Flüchtlingspolitik auseinandergehalten werden. Der Zuzug von Arbeitskräften sollte reguliert werden. In den Vereinten Nationen wird derzeit über eine sichere, geordnete und reguläre Migration verhandelt an der wir uns orientieren können. Der Schutz von Menschen in Not, die vor Krieg oder politischer Verfolgung fliehen, sollte dagegen uneingeschränkt möglich sein.

Ein Thema in der Linken ist die Rolle von Sahra Wagenknecht. Spaltet sie die Partei?

Bahl: Ich glaube nicht, dass Sahra Wagenknecht der Linken schadet oder sie spaltet. In unserer Partei gibt es viele Meinungen. Sahra Wagenknecht hat eine, wie jeder andere auch. Meine eigene Meinung ist auch nicht 100 Prozent deckungsgleich zu anderen Parteimitgliedern.

Was sind Ihre Ziele für die hessische Landtagswahl?

Bahl: Ich erwarte nicht, dass ich ein Direktmandat gewinne. Für mich geht es darum, soziale Themen in den Vordergrund zu stellen. Dazu gehört etwa die Beseitigung von Armut, bezahlbarer Wohnraum, bessere Gesundheitsversorgung und Bildung und eine Wirtschaftspolitik, die erst an die Beschäftigten denkt. Ich hoffe, dass sich dann auch Bewerber anderer Parteien dazu äußern müssen. kbw

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