Bergstraße

50 plus aktiv Video-Referat über ein wichtiges Element

Wasserstoff als Energie der Zukunft

Bergstraße.Um Wasserstoff als wichtiges Element des europäischen „Green Deal“ geht es in zwei Video-Referaten bei „50 plus aktiv“ an der Bergstraße am 26. August und 2. September (jeweils Mittwoch, von 9.50 bis 1.20 Uhr).

Schon 1870 hatte Jules Verne die Vision, dass „Wasser die Kohle der Zukunft“ sei. Zu dieser Annahme kam er, da er wusste, dass bereits 1839 Sir William Grove die Wasserelektrolyse mit zwei Platin-Elektroden demonstrieren konnte, nachdem er bereits vorher das Prinzip der Brennstoffzelle erforscht hatte.

Von Jules Verne bis ins Weltall

Bis zum Jahre 2000 hatte die Brennstoffzelle nur Bedeutung in Spezialgebieten wie zum Beispiel bei U-Booten oder im Weltall. Doch dann gab es einen Hype für die Anwendung in Automobilen, bei denen nur Wasserdampf aus dem Auspuff kommen sollte. Heute gibt es von den Firmen Toyota und Hyundai kommerzielle Brennstoffzellen-Autos, die mit komprimiertem Wasserstoff betrieben werden, der vorzugsweise aus „erneuerbarem“ Strom und Elektrolyse gewonnen wird. Auch aus Erdgas gewonnener Wasserstoff hat in der Industrie eine Vielzahl von Anwendungen.

Im Dezember 2019 wurde der Europäische Green Deal beschlossen, der eine Reduktion des CO2- Ausstoßes auf fast Null bis 2050 vorschreibt. Als einen möglichen Lösungsweg hat die Bundesregierung am 10. Juni die „Nationale Wasserstoffstrategie“ vorgelegt. Am 9. Juli gab die EU-Kommission bekannt, 470 Milliarden für Wasserstoff investieren zu wollen.

Die Europäische Kommission stuft Wasserstoff als entscheidenden Faktor für den Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft ein. Dabei findet der Wasserstoff in der Industrie zum Beispiel bei Mobilität, Energiewirtschaft und der Heizungstechnik Anwendung. Das Brennstoffzellen-Auto ist also nur eine Anwendung – und hier kann bei Pkws eine Kohlendioxidfreiheit auch mit rein batteriebetriebenen Fahrzeugen erreicht werden.

Referieren wird Diplom-Wirtschaftsingenieur Andreas Brumby, der die Umicore Technical Academy in Deutschland und Belgien leitet. Die Firma Umicore entwickelt und produziert unter anderen Katalysatoren für Brennstoffzellen und Elektrolyse in Deutschland und Korea.

Aufgrund der aktuellen Situation trifft sich der Themenkreis in einer Videokonferenz. Gäste sind willkommen und können den Zugriff per E-Mail bei Walter Tydecks erbitten (walter@tydecks.info). red

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