Bergstraße

Freizeit Neue Angebote um Lampertheim und Hüttenfeld

Wege für Radler und Wanderer

Archivartikel

Bergstraße.Historische Gebäude, alte Munitionsbunker im ehemaligen militärischen Sperrgebiet, Denkmäler und eine vielseitige Naturkulisse vom Spargelfeld bis zum Trampelpfad mitten im Wald – Lampertheim hat Wanderern und Freizeitradlern viel zu bieten, glauben Marius Schmidt und Karl Heinz Berg. Der Pressesprecher des Odenwaldklubs (OWK) und Hüttenfelds Ortsvorsteher haben deshalb fünf neue Rundwanderwege um Lampertheim und Hüttenfeld konzipiert. In der VRN-Mobilitätszentrale in der Kaiserstraße stellten sie zwei neue Strecken rund um die Kernstadt und drei um Hüttenfeld vor. Insgesamt entstehen so – zusätzlich zum 7,5 Kilometer langen Pfad in Hofheim – 42,65 Kilometer neu und einheitlich gekennzeichnete Wanderstrecken auf schon bestehenden Wegen. „Alle fünf Wege sind topfeben und für alle Generationen geeignet“, erklärte Marius Schmidt beim Pressegespräch. Gemeinsam mit Karl Heinz Berg werde der Odenwaldklub die gesamte Wegstrecke ab August ehrenamtlich markieren. Das gemeinsame Symbol des Wegenetzes wird vom im Mai eingeweihten Weg um Hofheim übernommen: Ein auslaufender Kreis mit Pfeil darunter – je nach Stadtteil in verschiedenen Farben.

Von der Kennzeichnung neuer Wanderwege erhoffen sich die Verantwortlichen einen Mehrwehrt für Naherholungssuchende und Tagestouristen. „Unsere Natur und schöne Wanderwege – das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, sagte Marius Schmidt. Das sieht auch die Stadtverordnetenversammlung so. Den SPD-Antrag hat das Parlament bereits im Dezember 2015 übereinstimmend beschlossen. In der Zwischenzeit seien auch die Zuständigkeiten für die gemarkungsübergreifenden Wege, etwa mit dem Geopark, geklärt.

„Nun können wir unser Herzensprojekt, das gut erschlossene Wegenetz um Lampertheim um mehrere kleine Highlights zu ergänzen, endlich beginnen“, freute sich Schmidt. Der Sozialdemokrat erhofft sich von dem Projekt auch eine wirtschaftsfördernde Wirkung – etwa, wenn Wanderer einkehren. Für die Stadt entstünden ferner bis auf die Sorgfaltspflicht keine Kosten. „Es mussten keine neuen Wege ins Unterholz geschlagen werden, wir haben nur bestehende Wege verbunden“, so der passionierte Wanderer.

Die offizielle Einweihung ist für Anfang September anvisiert. Um Hüttenfeld führen dann ein 7,65 und ein 10 Kilometer langer Rundweg jeweils über die Felder in den Viernheimer Wald. „Es geht über die L 3111 vorbei an Pferdekoppeln, Bunkern, der Schleuse oder Wildfutterstellen im Wald. Dazu locken herrliche Ausblicke auf die Bergstraße“, berichtete Karl Heinz Berg, der alle Strecken als ehemaliger Läufer getestet hat.

Die für ihn schönste Strecke leitet Wanderer auf 11,5 Kilometern in Richtung Lorsch bis zum Seehof über trockengelegtes Sumpfgebiet und zurück. Die zwei Wege in der Kernstadt tragen die Namen „natürlich“ und „mittendrin“, sollen eine Klammerfunktion zwischen Innenstadt und Naturschutzgebiet erfüllen. „Der erste führt praktisch an allen Lampertheimer Sehenswürdigkeiten vorbei, schlägt entlang der Holland eine Schleife zum Biedensand“, erklärte Schmidt. Der zweite soll über den Rheindamm fast bis nach Rosengarten führen. ksm/sm

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