Bergstraße

Landesturnfest Vom 19. bis 23. Juni werden in Bensheim und Heppenheim 5000 Sportler erwartet / Abendprogramm deutlich aufgewertet

Wie ein Hessentag im Kleinformat

Archivartikel

BERGSTRASSE.Der Landrat ist happy, die Bürgermeister sind zufrieden – und der Hessische Turnverband freut sich, dass er während der laufenden Pressekonferenz am Dienstagnachmittag im Landratsamt einen Star-DJ als Protagonisten der Eröffnungsfeier des Landesturnfestes präsentieren konnte. Kurzum: Es wird viel gelächelt auf dem Podium im Nibelungensaal.

Vom 19. bis 23. Juni geht die Großveranstaltung über die Bühne, 5000 Sportler werden erwartet. Erstmals richten mit Bensheim und Heppenheim zwei Kommunen die Wettkämpfe aus. Dass der Turnverband zwei Hessentagsstädte ausgewählt hat, dürfte mit Blick auf das Rahmenprogramm nicht schaden. Zwar stehen der sportliche Wettbewerb nach wie vor im Mittelpunkt, aber „mit dem Format sind wir andere Wege gegangen, mit dem Ziel, die Attraktivität weiter zu steigern“, erklärte Elena Möller, die Vize-Präsidentin des Hessischen Turnverbands.

Abends soll das gemeinsame Erleben für die Turner im Vordergrund stehen, außerdem will man die Bevölkerung stärker einbinden. Dafür hat man sich einiges einfallen lassen. Gleich am Eröffnungsabend (Mittwoch, 19. Juni) legt Felix Jaehn auf dem Festplatz in Bensheim auf. Zuvor zieht traditionell ein Festzug vom Rathaus an den Berliner Ring. Auch für die Folgetage konnten namhafte Künstler verpflichtet werden. In Bensheim sind die Lochis (20. Juni), Christina Stürmer (21. Juni), und Culcha Candela (22. Juni) zu sehen, auf der Freilichtbühne in Heppenheim treten die Neue Philharmonie Frankfurt (20. Juni), Bülent Ceylan (21. Juni) und Vince Ebert (22. Juni) auf. „Das ist einzigartig, das gab es bisher noch nicht“, betonte Elena Möller. Das Gesamtbudget beziffert sie auf Nachfrage mit 1,3 Millionen Euro.

In der Weststadthalle gibt es zu dem donnerstags und freitags eine große Gala sowie am Abschlusstag um 14 Uhr (23. Juni) auf dem Festplatz ein großes Finale. Das Fest wird alle vier Jahre veranstaltet. Nach Gießen kamen 2015 4500 Teilnehmer aus 280 Vereinen. Eine Größenordnung, die auch an der Bergstraße Bestand haben sollte. Die Sportler können sich in mehr als 15 Sportarten messen, darunter Geräteturnen, Trampolin, Rhythmische Sportgymnastik, aber auch Beachvölkerball, Schwimmen und Leichtathletik. Das Spektrum reicht von Hessischen Meisterschaften bis hin zu Spaßturnieren, so Malin Hoster, beim Turnverband für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Wo welche Wettkämpfe stattfinden, muss im Detail noch festgelegt werden. In Heppenheim wird ein Schwerpunkt das Starkenburg-Stadion sein, dort wird laut Bürgermeister Rainer Burelbach auch die Festmeile integriert. In Bensheim stehen die Weststadthalle, das AKG und das Weiherhausstadion zur Verfügung.

Übernachtet wird in vier Schulen (Starkenburg-Gymnasium, Martin-Buber-Schule, Geschwister-Scholl-Schule und Karl-Kübel-Schule). Die Betreuung der Gäste übernehmen Vereine aus der Region. Insgesamt werden wohl bis zu 1000 Helfer, neudeutsch „Volunteers“, gesucht, die sich über das Portal www.turnfest-hessen registrieren können. Turngau-Vorsitzender Boris Held bat bei der Pressekonferenz um Unterstützung und bedankte sich beim Kreis für den guten Zustand der Schulen. „Wir ziehen unseren Vorteil aus dem Schulerneuerungsprogramm.“

Landrat Christian Engelhardt dürfte es mit Freuden vernommen haben. Er berichtete am Dienstag von „großer Vorfreude“, die sich bei ihm eingestellt habe. „Wir wappnen uns und erwarten ein tolles Fest.“ Ähnlich sah es Bensheims Bürgermeister Rolf Richter. „Wir sind durch den Hessentag erprobt und freuen uns auf die Besucher.“

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