Bergstraße

Straßenverkehr IHKs melden sich in der Metropolregion zu Wort

Wirtschaft fordert Verkehrskonzept

Metropolregion.Die Verkehrsinfrastruktur in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) ist den aktuellen und erst recht zukünftigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Erschwerend kommen nun die massiven Sanierungsmaßnahmen der Hochstraßen in Ludwigshafen hinzu. Daher sehen die Unternehmen alle Akteure in der Region gefordert, in einer Allianz aus Politik und Wirtschaft zügig Lösungen umzusetzen, um der Situation Herr zu werden und zudem Verbesserungen zu erreichen.

Hierzu müsse ein integriertes Gesamtkonzept für die verkehrliche Infrastruktur der MRN aufgestellt werden. Dies müsse verkehrliche Ziele und entsprechende Maßnahmen klar und verbindlich definieren und mit zeitlichen Vorgaben versehen. Ziel müsse es sein, dass Wirtschafts- und Privatverkehre gewährleistet und alle Maßnahmen optimal koordiniert werden.

Auch an die Zukunft denken

Das IHK-Wirtschaftsforum MRN fordert hierzu ein dreistufiges Vorgehen: Zunächst müssen akute Verkehrsprobleme entschärft werden. Dafür müssen die Kommunen Maßnahmen ergreifen, um den Verkehrsfluss besser zu gewährleisten. Neben Optimierungen in der Infrastruktur sei besonders ein Verkehrsmodell für den Kernraum der MRN unverzichtbar.

Zudem müssten innovative Ansätze und neue Entwicklungen genutzt werden. Hierzu werden die IHKs einen Arbeitskreis Wirtschaftsverkehr, dem vor allem personal- und güterumschlagsintensive Unternehmen der Region angehören sollen, ins Leben rufen. Ziel ist es, Optimierungen in der Produktions- und Logistikkette zu erreichen und digitale Ansätze wie Car-Sharing und Ähnliches zu forcieren.

Es müsse zudem schon heute an morgen gedacht werden. Nach der Sanierung der Hochstraßen stehe die Sanierung der Rheinbrücken an. Zudem würden die Kapazitäten im rheinquerenden Verkehr durch die Sanierungen nicht gesteigert, was angesichts der aktuellen Situation und der steigenden Verkehrsprognosen nicht ausreiche.

Daher müssten nun schnelle und verbindliche Entscheidungen der kommunalen und regionalen Akteure getroffen werden, wie in Zukunft der Verkehr abgewickelt werden kann. Dabei müsse besonders die Erhöhung der Kapazitäten im rheinquerenden Verkehr im Fokus stehen.

Die IHKs werden im Dialog mit den politischen Vertretern in der Region weitere Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrsdiskussion diskutieren und diese in ein Gesamtkonzept für die MRN einmünden lassen.

Das IHK-Wirtschaftsforum ist die Stimme der Wirtschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar. Im Wirtschaftsforum arbeiten ehrenamtlich mehr als 30 Unternehmer als Vertreter der vier Industrie-und Handelskammern Darmstadt, Pfalz, Rheinhessen und Rhein-Neckar in der Metropolregion zusammen. red

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