Bergstraße

Filmvorführung Am 28. Oktober wird im Saalbau-Kino in Heppenheim der Film „Wir sind Juden aus Breslau“ gezeigt

Wohin Abschottung führen kann

Archivartikel

Bergstraße.Der Film „Wir sind Juden aus Breslau“ ist von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. In Zusammenarbeit mit dem Kreis Bergstraße, dem Freundschaftsverein Brücke/ Most und dem Martin-Buber-Haus Heppenheim gibt es jetzt eine Sondervorführung in Heppenheim am Montag (28.), 19 Uhr, im Saalbau-Kino. Außerdem gibt es am gleichen Ort tags darauf eine Schulvorführung – jeweils mit Einführung durch den Regisseur Dirk Szuszies und ein anschließendes Filmgespräch.

„Wir sind Juden aus Breslau“ zeigt auf, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Der Film setzt anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung.

Anita Lasker Wallfisch, eine wichtige Protagonistin, hielt im vergangenen Jahr im Deutschen Bundestag die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier und wurde gerade mit dem Deutschen Nationalpreis geehrt. In diesem Jahr ist der 81. Jahrestag der Pogromnacht. Das Kapitel „Pogromnacht“ spielt in den Erinnerungen der Protagonisten des Films eine elementare Rolle.

Die Film- und Medienbewertung schreibt: „Wir sind Juden aus Breslau“ vereint als Film auf beeindruckende Weise viele Facetten: Auf der einen Seite ein spannendes, packendes und lehrreiches Zeitdokument. Auf der anderen Seite die Erinnerung, Verbeugung und Ehrung der Überlebenden. Und nicht zuletzt auch ein kluges und wichtiges filmisches Mahnmal gegen das Vergessen.“ red

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