Bergstraße

Worauf es in Zeiten von Corona ankommt

Archivartikel

DIETMAR FUNCK.Ich habe lange überlegt, was mein Foto des Jahres sein könnte. Viele Bilder habe ich zusammengetragen und habe mich dann doch für ein Motiv zur Corona-Pandemie entschlossen.

Im März habe ich die ersten Aufnahmen zum Thema Corona gemacht: Werbefiguren in den Fußgängerzonen, denen man Masken aufsetzte – auch den Heiligen auf der Bensheimer Mittelbrücke oder der „Fraa vun Bensem“ auf ihrem Brunnen. Gekauften oder hübschen, selbst genähten Mund-Nasen-Schutz in allen Formen und Farben, der von den Passanten liebevoll belächelt wurde.

Ich hätte vor zehn Monaten nicht geglaubt, dass mich Covid-19 bis über den Jahreswechsel hinaus bei meinen Fototerminen begleiten würde. Eigentlich, so meine Hoffnung damals, wäre nach meinem Urlaub im September alles vorbei. Aber spätestens in meinem Feriendomizil war mir dann klar, dass uns das Virus noch sehr, sehr große Sorgen bereiten würde. Warum? Weil trotz dauernder Warnungen viele Menschen viel zu lässig mit Abstandsregelungen, Maskenpflicht und Registrierung in Lokalen umgingen.

Vor einiger Zeit habe ich mit meiner Kamera die vielen Hinweisschilder zur Abstands- und Mund- und Nasenschutzpflicht an den Eingängen der Geschäfte ins Visier genommen und gesehen, wie unterschiedlich diese doch ausfallen. Von Standard-Ausfertigungen, die man sich im Internet runterladen kann oder die von Berufsverbänden verteilt wurden, bis hin zu ganz herzlichen und persönlich gestalteten kleinen Plakaten.

Ein bisschen ans Herz ging mir dieser Hinweis, der für mich eigentlich alles beinhaltet: Abstand halten, gesund bleiben und noch ein Herzchen… Das Tragen der Maske hat sich für mich daraus automatisch ergeben. df/Bild: Dietmar Funck

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