Bergstraße

AfD Bergstraße

„Worte, die die Gesellschaft spalten“

Archivartikel

Bergstraße.Die AfD Bergstraße reagiert in einer Pressemitteilung auf Kritik von Holger Giebel, Sprecher des Bergsträßer Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

„Leider ist es in unserem Land zum Ritual geworden, die AfD für viele negative Entwicklungen verantwortlich zu machen“, heißt es in der Reaktion der Partei. „Es mag bequem sein, zu versuchen, auf diese Weise von eigenen möglichen Fehleinschätzungen abzulenken.“

Die AfD Bergstraße sehe diese Entwicklung mit großer Sorge, „denn Meinungsfreiheit und freie politische Willensbildung sind die Grundpfeiler unserer gewachsenen Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland“.

„Schweres Geschütz“

Zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 hatte die GEW zum 75. Jahrestag dieses Ereignisses zum Stolperstein-Mahnmal vor der alten Faktorei in Bensheim eingeladen. „Anlässlich dieses, eigentlich friedlichen, Gedenkens, fuhr der Vorsitzende der GEW Bergstraße, Holger Giebel, verbal schweres Geschütz auf. Er beklagte Angriffe auf Politiker, welche sich klar gegen rechts positionierten“, so die AfD in ihrer Mitteilung weiter.

Fakt sei allerdings, dass laut Bundesinnenministerium, im vergangenen Jahr 161 beziehungsweise 143 tätliche Angriffe auf Amts- und Funktionsträger der CDU beziehungsweise der AfD begangen worden seien. Angriffe gegen Repräsentanten der Grünen und der Linken lägen hingegen im mittleren zweistelligen Bereich. „Jeder Angriff auf einen Politiker, egal welcher Partei, ist strikt zu verurteilen.“, stellt Karsten Bletzer, der Kreisvorsitzende der AfD Bergstraße, klar.

„Klarstellung erforderlich“

„Dass die AfD einer sogenannten Verrohung der Sprache Vorschub leiste und damit für eine Grenzverschiebung an den rechten Rand sorge beziehungsweise sich die AfD laut Holger Giebel offen für die teilweise gewaltsame Verfolgung von Menschen aussprechen würde, verlangt nach Ansicht der Mitglieder des Kreisvorstandes der AfD Bergstraße eine Klarstellung der entsprechenden Redner“, betont die Partei in ihrer Mitteilung.

„Denn mit solchen Aussagen und dem Versuch, die AfD in die geistige Nähe rechtsextremer Positionen zu diffamieren, wird die Grenze des Anstandes, dem politischen Gegner gegenüber, deutlich überschritten. Gleichfalls könnte man sagen, dass Holger Giebel damit genau das betreibt, wovor er warnt, nämlich Worte zum Ausgangspunkt allen Übels zu machen“, fügte Karsten Bletzer hinzu. red

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