Bergstraße

Neue CD Die Band „Waiting for Frank“ zeigt auf „Patchwork“ ihre ganze musikalische Breite

Wunsch-CD mit besonderen Studiogästen produziert

Weinheim/Fürth.Irgendwie kriegt die Band „Waiting for Frank“ das Thema Warten nicht los. Erst warteten sie bei den Proben immer auf Frank Schork und gaben sich bei der Gründung 2002 den entsprechenden unvergleichlichen Namen. Nun warten sie auf ihre vierte CD und sind „still waiting . . .“ wie sie auf ihrer Internetseite schreiben. Am Wochenende hatte das Warten aber ein Ende, denn am Sonntag präsentierten die fünf Musiker in der „Alten Druckerei“ bei einem CD-Release-Konzert ihren neuen Silberling „Patchwork“.

Auf „Patchwork“ ist nicht nur das Cover, auf dem alle Bandmitglieder und ihre Instrumente wie zu einem Puzzle zusammengefügt sind, Programm. Auch die Auswahl der Stücke und die verschiedenen Stile sind ein buntes musikalisches Sammelsurium an Ideen, Arrangements und unterschiedlichen Instrumentierungen. „Man könnte sie auch als eine Wunsch-CD bezeichnen“, sagt Marco Schilling und weist auf die Tatsache hin, dass „Waiting for Frank“ Stücke zusammengetragen hat, die vom Publikum immer wieder gewünscht wurden, aber es nicht auf die ersten drei Scheiben geschafft hatten.

Unter dem Motto „Patchwork“ fanden sich im Laukas Tonstudio von Matthias Dörsam in Fürth denn auch nicht nur Armin Steigler, Marco Schilling, Frank Schork, André Clemens und Helmut Lerchl ein. Zweimal standen besondere Gäste hinterm Mikro. Der Fürther Didgeridoo-Spezialist Norbert Reichard gab dem Stück „Raining On The Rock“ von John Williamson den passenden australischen Pfiff, und auf „The Welcome“ von Tony Small geben die Sängerinnen des kleinen Rippenweierer Frauenchors „Salto Vocale“ ein warmes, zartes Echo, sehr passend zu Bildern des Songs, der auch den Schein von Kerzen im nächtlichen Fenster besingt. „The Welcome“ ist das einzige Stück, das schon einmal auf einer CD der Band zu hören war.

Ungemeine Vielfalt

Die neue Produktion glänzt vor allem durch eine ungemeine Vielfalt. Gleich auf dem ersten Stück der CD ist der Spaß am Musik machen beim pfeifenden Einstieg in „The Night I Called The Old Man Out“ zu hören, auch wenn die fünf Bandmitglieder nicht gerade an die selige Ilse Werner herankommen. Ein spannendes Hörerlebnis bieten sie bei dem neu arrangierten Bruce Springsteen-Klassiker „Dancing In The Dark“, wenn statt des Uhrwerk-Beats von The Boss zu lyrischer, poetischer Gitarrenbegleitung eine wundervolle Ballade zu hören ist. Das bereits erwähnte Didgeridoo hält in „Raining On The Rock“ zusammen mit dem Klavier lange die Grundmelodie und sorgt am Ende für einen sphärischen Ausklang. Spätestens bei „The Chemical Worker Song“ befindet man sich auf der neuen CD beschwingt an einer Bar im Pub. Wer allerdings glaubt, die Band hatte sich in „Black Is The Color“ bei Joan Baez umgeschaut, der irrt. Die Version der Folk-Ikone ist zwar legendär, aber die vom Klavier begleitete „Waiting for Frank“-Version würdigt die uralte schottisch-keltische Geschichte des Stücks.

So überraschen und erfreuen „Waiting for Frank“ mit 15 Liedern auf „Patchwork“ am laufenden Band durch gute Einfälle und Hörgenüsse, die alle für eins stehen: Der Freude am Musik machen. dra

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