Bergstraße

Kreisverwaltung Neue Regelungen für Trauungen und Hallensport

Zu viele leere Plätze in Restaurants

Archivartikel

Bergstraße.Vereine dürfen bald wieder in den Sporthallen der Region trainieren und auch für Brautpaare gibt es gute Neuigkeiten – aufgrund der Lockerungen könnten sie ihren Tag im kleinen Kreis genießen. In beiden Fällen müsse jedoch Rücksprache mit den Städten und Gemeinden gehalten werden, so Landrat Christian Engelhardt in der wöchentlichen Video-Pressekonferenz.

„Wir haben in der Bürgermeisterkonferenz darüber gesprochen“, berichtet Engelhardt. „Die Sporthallen sind ab dem 25. Mai wieder für den Vereinssport geöffnet. Wichtig ist allerdings, dass sich die Vereine vorab bei den Städten und Gemeinden melden, damit Nutzungszeiten und die Hygienerichtlinien entsprechend der jeweiligen Sportart abgesprochen werden können. Bei Trauungen war es bislang so, dass nur das Brautpaar und die im Haushalt lebenden Personen anwesend sein durften. Da sich jetzt zwei Hausstände treffen dürfen, gibt es auch hier Lockerungen. Dazu sollte sich das Brautpaar bei den Städten und Gemeinden melden, da sich die Räumlichkeiten vor Ort unterscheiden, und sich so über die individuellen Regelungen informieren.“

Im Hinblick auf den am Donnerstag anstehenden Feiertag Christi Himmelfahrt haben sich die Bürgermeister ebenfalls ausgetauscht. „Zum einen möchten viele Vereine und auch Gastronomen an diesem Tag Aktionen anbieten. Dabei ist vieles zulässig, wie zum Beispiel ein besonderes gastronomisches Angebot. Wir weisen aber darauf hin, dass die Abstands- und Hygienemaßnahmen auch an Vatertag gelten“, so Engelhardt. „Wenn man sich daran hält, spricht auch nichts dagegen, den Tag an der frischen Luft zu feiern.“

Auch habe der Landrat Rückmeldung von den Schulen erhalten. „Der Start mit mehr Schülern war für die Schulen eine große Herausforderung, insgesamt ist er aber ganz gut gelungen. Mein Dank geht dabei an die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch an die Eltern, für die die Planung der ungewöhnlichen Unterrichtszeiten nicht so leicht mit der eigenen Berufstätigkeit vereinbar ist.“

Weniger erfreulich sei der Neubeginn für die Gastronomen der Region verlaufen, die sich für die Öffnung entschieden haben. „Offenbar herrscht allgemein noch eine relativ große Verunsicherung bei den Bergsträßern, die normalerweise sehr gerne ausgehen – aufgrund der Daten zum Beispiel, die sie zur Kontaktverfolgung abgeben müssen. Selbst bei dem kleinen Teil, der geöffnet hat, bleiben Tische leer“, berichtet der Landrat. Und das, obwohl ohnehin deutlich weniger Plätze genutzt werden könnten und die Gastronomen die Einnahmen dringend brauchen, unter anderem um Personalkosten zu decken. „Daher mein Appell an die Bergsträßer: Nutzen Sie das Angebot und gehen Sie aus.“

Einige fallen durchs Raster

Hinsichtlich der strengen Regelungen für die Restaurants, die teilweise aufgrund der gegebenen Räumlichkeiten nicht eingehalten werden könnten, habe der Kreis ebenso nachgehakt wie bezüglich der Kulturförderprogramme. Nach aktuellem Stand fallen nämlich diejenigen durchs Raster der Förderungen, die Veranstaltungen eigenständig aufs Jahresende hin verlegt haben. Auch sei in Planung, gezielt für die Region und den Geopark zu werben, um die Kaufkraft in der Region zu stärken.

Gesundheitsdezernentin Diana Stolz berichtet, dass im Kreis im Hinblick auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner der Wert durchgängig unter fünf liege. „Im Moment liegt er bei 4,4 – eine gute Zahl. Für uns ist das aber nicht ausschlaggebend, wir werden uns weiterhin anlassbezogen alles ganz genau ansehen.“ So auch bei Screenings in Pflegeeinrichtungen: Mehrere hundert Personen im Kreis seien bislang durch Veranlassung des Kreises von niedergelassenen Ärzten gescreent und so Infizierte frühzeitig entdeckt und Infektionsquellen ermittelt worden.

Der Kreisbeigeordnete Karsten Krug meldet, dass vier Flüchtlingsunterkünfte im Kreis in Quarantäne sind: zwei in Lampertheim, eine in Heppenheim und eine in Viernheim. Der Schulbusverkehr sei kontrolliert worden, mit dem Ergebnis, dass genügend Kapazitäten vorhanden seien. Aufgrund gestaffelter Unterrichtszeiten könne es jedoch zu Wartezeiten kommen.

370 Verstöße seien aktuell bei der Bußgeldstelle gemeldet, von denen bislang rund zwei Drittel nachweislich begangen wurden. Es seien noch keine Verstöße gegen die Maskenpflicht bekannt.

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