Einhausen

Nachruf Der ehemalige Platzwart der Sportgemeinde ist im Alter von 85 Jahren gestorben / Ehrenmitglied mit vielen Verdiensten

Fußballer trauern um Klaus Kaldschmidt

Archivartikel

Einhausen.Nach langer Krankheit ist der ehemalige Platzwart der Sportgemeinde Einhausen (SGE, heute SSG) und Ehrenmitglied Klaus Kaldschmidt am Montag im Alter von 85 Jahren gestorben. Klaus Kaldschmidt war 58 Jahre Mitglied des Vereins, der jetzt um ihn trauert.

Vorsitzender Reimund Strauch würdigt das Leben und die Verdienste von Klaus Kaldschmidt in einem Nachruf: Seit Errichtung des Rasenplatzes vor mehr als 60 Jahren war er ununterbrochen Platzwart. Auch bald erhielt er durch seinen vorbildlichen Einsatz mehrere Ehrungen von der Gemeinde Einhausen, dem Land Hessen und dem Hessischen Fußballverband.

Unermüdlich bis zu seiner Krankheit war er in den frühen Morgenstunden auf dem Sportplatz. Zu seinem 80. Geburtstag erhielt er gemeinsam mit seinem Bruder Hans die große Verdienstehrennadel des hessischen Fußballverbandes. Am gleichen Tag wurde auch der Weg am Waldstadion zum Gebrüder-Kaldschmidt-Weg benannt.

Die Verbundenheit zur SGE und insbesondere die Verbundenheit zu seinem Rasenplatz hat ihn über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Zählt doch der SGE-Rasen zu den schönsten im Kreis, wenn nicht sogar weit über die Kreisgrenzen hinweg zu den bestgepflegten Sportplätzen. Die Tätigkeiten von Klaus Kaldschmidt erstreckten sich nicht nur auf die Pflege des Waldstadions, sondern auch bei vielen Arbeitseinsätzen war er dabei. Hervorzuheben ist, dass er maßgeblich bei der Errichtung des Clubhauses und allen anderen Arbeiten beteiligt war. Die Rasensprenganlage wurde allein von den Gebrüdern Kaldschmidt finanziert. Viele weitere Spenden kamen der SGE zugute – immer bedacht, dass das Geld gut eingesetzt wurde. Die Stunden, die Klaus Kaldschmidt für die SGE und auch für die Gemeinde geleistet hat, sind unbezahlbar. Er war zuständig für die Pflege des gemeindeeigenen Hartplatzes mitsamt der Grünanlagen rundherum.

Zudem war er Mitglied und Mitbegründer der Vereinszeitschrift „SGE-Aktuell“, bei der er für die Akquirierung von Werbepartnern in seiner ureigenen Art tätig war. Die seit über 40 Jahren erscheinende Monatszeitschrift „SGE-Aktuell“ ist ohne die Gebrüder Kaldschmidt nicht vorstellbar.

Klaus Kaldschmidt war über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Viele Prominente lernten ihn kennen. Zu erwähnen sind Sepp Herberger, Klaus Schlappner und der 1. FC Nürnberg. Klaus Kaldschmidt hinterlässt eine große Lücke im Verein. Diese Leistungen sind kaum zu kompensieren. Der Vorstand und die gesamte SSG-Familie trauert um ihn. red/Bild: SSG

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