Einhausen

Traditionsverein Nach dem Umzug wurden die in monatelanger Arbeit entstandenen Figuren und Aufbauten verbrannt

Kerwewagen gehen in Flammen auf

Einhausen.Die Wehmut war den Kerwemädchen und Kerweborsch förmlich anzusehen, als sie ihre eigenen Kreationen ins Feuer werfen mussten. Brauch ist es beim Verein zur Erhaltung der Tradition, dass am Mittwoch nach dem Kerwezug die Figuren und anderen Aufbauten aus Papier und Holz an der Vereinshalle neben Kläranlage verbrannt werden.

Die feurige Entsorgung hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einem richtigen Ritual bei den Kerwefans entwickelt. So trafen sich auch diesmal die Gruppen Adi, Chief und Ladännsche sowie die Adi AH, um ihre Prunkstücke den Flammen zu übergeben. Natürlich wurde auf größte Sicherheit geachtet. Die Freiwillige Feuerwehr hatte eine professionelle Brandwache abgestellt, die, wenn es nötig gewesen wäre, sofort hätte eingreifen können.

Selbst der prachtvolle Pavillon von Kerwekönigin Carolin Thoma fiel den Flammen zum Opfer. Das Verbrennen der Wagen hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist die Kapazität an Lagerfläche beim Traditionsverein eher gering und zum anderen sind die meisten Figuren Unikate, die aufgrund ihrer Aktualität nur einmal verwendet werden können. Natürlich ist ein solcher Moment auch ein Grund, auf die Vorbereitungen und den Bau der Kerwewagen zurückzublicken. Bereits im Sommer wurden die ersten Ideen für die illustren Gefährte zu Papier gebracht, um sie mit dem Vorstand des Traditionsvereins abzustimmen. Von August bist kurz vor dem Start des Umzuges arbeiten die Hobbyhandwerker jeden Tag mit viel Liebe zum Detail an ihren Kreationen. Und so war es nur zu verständlich, dass es so manchem schwer fiel, diese jetzt ins Feuer zu werfen.

Aufbau für Oktoberfest

Doch, wer die Aktiven des Vereins kennt, weiß dass die Melancholie nur von kurzer Dauer war. Noch bevor die Flammen erloschen waren, wurden Ideen für die kommende Bauzeit beraten und wie man diese in die Tat umsetzen kann.

Doch für langes Plaudern blieb kaum Zeit. Direkt im Anschluss an die feurige Aktion mussten die Bauhalle und das Außengelände gesäubert werden und es begannen die Aufbauarbeiten für das Oktoberfest am kommenden Samstag. Denn bis die erste Maß ab 10.30 Uhr ausgeschenkt wird, müssen die zahlreichen Helferinnen und Helfer um Markus Rau die Halle in ein Festzelt verwandelt haben.

Natürlich werden getreu dem bayerischen Vorbild die Farben Blau und Weiß das Ambiente bestimmen. Der offizielle Bieranstisch durch Bürgermeister Helmut Glanzner wird um 12 Uhr stattfinden.

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