Einhausen

Bauernverband Bei der Mitgliederversammlung blickte Ortslandwirt Winfried Knaup auf das vergangene Jahr zurück / Derzeit hat die Gruppe 20 Mitglieder

Rekordsommer machte den Bauern zu schaffen

Einhausen.Einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate sowie einen Ausblick auf das laufende Jahr bestimmten die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Einhäuser Landwirte. Ortslandwirt Winfried Knaup freute sich bei seiner Begrüßung ganz besonders darüber, dass auch Bürgermeister Helmut Glanzner gekommen war und für Fragen zur Verfügung stand.

Knaup machte weiter deutlich, dass auch bei den Landwirten die moderne Kommunikation Einzug gehalten hat. So werden Anträge für Betriebsprämien schon seit einiger Zeit nicht mehr in Papierform gestellt, sondern per Computer übermittelt. Eine Betriebsprämie erhalten die Bauern für ihr Acker- und Wiesengelände, bezuschusst werden auch Sonderkulturen wie zum Beispiel Spargel oder Rollrasen.

Lebensraum für Insekten

Wie im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt die Politische Gemeinde auch heuer wieder Samen zur Verfügung, mit dem Blühstreifen an Äckern und Feldern angepflanzt werden können, und Insekten Lebensraum zu bieten. Natürlich machte der heiße Sommer im vergangenen Jahr auch den Bauern zu schaffen, die sehr viel Zeit in die Bewässerung ihrer Felder investieren mussten. Knaup rief seine Kollegen dazu auf, sich an der Aktion „Sauberhaftes Einhausen“ der Kommune zu beteiligen, bei der Vereine und Verbände Unrat in der Gemarkung sammeln.

Nicht selten werden dabei auch illegale Abladestellen oder gar Elektrogeräte gefunden. Gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Glanzner stellte der Ortslandwirt die Prioritätenliste zur Sanierung von Feldwegen vor. Der Verwaltungschef machte deutlich, dass die Gemeinde die Landwirte bei der Reparatur der Wege so gut es geht unterstützen wird.

Glanzner bedankte sich für das vielfältige Engagement der lokalen Landwirte und die gute Zusammenarbeit mit Winfried Knaup, der auch der Umweltkommission angehört. Bis auf wenige Einschränkungen klappt auch die Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern im Süden und Norden der Weschnitzgemeinde sehr gut. Die entstandenen Wildschäden seien fair reguliert worden.

Wildschweine waren ein Problem

Ein echtes Problem war das große Aufkommen von Wildschweinen aus dem Wald, die Ackerflächen verwüsteten. Dank sagte Knaup auch den beiden Jagdgenossenschaften für ihre finanzielle Unterstützung. Zur Statistik führte er auf, dass der lokale Verband von Landwirten aktuell 20 Mitglieder hat, davon fünf Voll- und fünf Nebenerwerbslandwirte.

Als sehr erfreulich bezeichnete der Ortslandwirt, dass der Bauernverband außerdem fünf fördernde Mitglieder zählt. Bei seinem Kassenbericht legte Knaup die finanzielle Situation des Verbandes organisierter Landwirte offen, die in Einhausen eine über 50-jährige Tradition haben. Sehr gut genutzt wurde im vergangenen Jahr auch der verbandseigene Mulcher, mit dem man unter anderem Äste zerkleinern kann.

Frühlingsmarkt am Rathaus

Traditionell findet in diesem Jahr auch wieder die Versammlung des Regionalbauernverbands Starkenburg statt. Die Dachorganisation der Landwirte lädt außerdem nach Traisa, einem Ortsteil der Gemeinde Mühltal im Landkreis Darmstadt-Dieburg, ein. Die lokalen Bauern haben hier drei Delegierte, wer neben Winfried Knaup noch teilnehmen wird, soll in naher Zukunft entschieden werden. Beim Frühlingsmarkt, der in diesem Jahr wieder rund ums Rathaus stattfindet, haben die Landwirte die Möglichkeit, ihre Erzeugnisse zu präsentieren. elo

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