Einhausen

Verkehr Zwei neue Ordnungspolizisten bei der Gemeinde

Temposünder nirgendwo mehr sicher

Einhausen.In Höhe der beiden Einhäuser Ortseingänge Waldstraße und Jägersburger Straße automatisch auf die Bremse zu treten, ist den meisten ortskundigen Autofahrern mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Schließlich blitzt es dort aus den beiden stationären Radaranlagen regelmäßig, wenn Fahrzeuge zu schnell unterwegs sind.

Gerne wird aber auch direkt hinter den Säulen die Geschwindigkeit wieder erhöht. Doch das konnte in den vergangenen Wochen schon mal unliebsame Auswirkungen in Form eines Bußgelds haben. Denn seit Anfang September setzt die Gemeinde verstärkt ihre mobile Anlage zur Tempoüberwachung ein – und das beispielsweise gerne auch an einem zweiten Standort in der Waldstraße.

Auf ein dreibeiniges Stativ montiert oder in einem Auto positioniert ist das Gerät für Verkehrsteilnehmer kaum oder erst spät wahrnehmbar. In örtlichen Facebook-Gruppen warnen sich die Mitglieder daher regelmäßig, wenn die mobile Tempokontrolle wieder aufgebaut ist.

„Vorsicht Blitzer Einhausen Industriestraße K 65“, hieß es da beispielsweise Anfang Oktober. In den Kommentaren wurde dann jedoch heftig diskutiert, ob solche Warnmeldungen überhaupt erlaubt oder sinnvoll sind. „Ich finde, dass solche Mitteilungen bestraft werden sollten“, heißt es da beispielsweise.

Warnungen über Facebook

Bürgermeister Helmut Glanzner hat zumindest nichts dagegen, wenn sich die Einhäuser in sozialen Medien über die Standorte der Blitzanlage austauschen. „Es geht hier ja nicht um Einnahmen für die Gemeinde, sondern um Sicherheit“, sagt er und betont, dass verstärkte Geschwindigkeitskontrollen von den Bürgern immer wieder angemahnt worden waren. Beschwerden seien im Rathaus zumindest noch nicht eingegangen. Im Gegenteil: Eher erhalte man Hinweise aus der Bevölkerung, wo im Ortsgebiet weitere Tempokontrollen notwendig seien – in der Waldstraße etwa, in der Johann-Sebastian-Bach-Straße oder in der Rheinstraße. Zuletzt stand das Gerät auch schon mal in der Bensheimer Straße, die eher selten als Durchfahrtsroute dient.

Dass das mobile Geräte bis August eher sporadisch zum Einsatz kam, hing nach Angaben des Rathauschefs in erster Linie mit der geringen Personalstärke der Ortspolizei zusammen. Seit September haben jedoch mit Kristin Mai aus Bensheim und dem aus Mainz stammenden Heiko Helber zwei neue Ordnungspolizisten den Dienst bei der Gemeinde angetreten. Offiziell angestellt sind sie bereits seit April. Vor dem aktiven Einsatz auf den Straßen der Weschnitzgemeinde stand jedoch eine Ausbildungsphase. Unter anderem wurden Mai und Helber beim Hessische Verwaltungsschulverband in Frankfurt auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Neuer Blitzer schon geliefert

Ihr Aufgabengebiet in Einhausen reicht weit über die Sanktionierung von Tempo- und Parksündern hinaus. Zuständig sind sie auch für die öffentliche Ordnung und Sicherheit. So wurden sie kürzlich schon zur Unterstützung bei einer Wohnungsräumung angefordert. „Das verlief aber alles ganz friedlich und problemlos“, berichtet Kristin Mai über ihre ersten Einsätze.

Bald werden sich die Autofahrer in Einhausen übrigens noch eine Stelle merken müssen, wo sie tunlichst auf maximal 30 Stundenkilometer herunterbremsen sollten. In der Ortsmitte soll – wie berichtet – ein weiterer stationärer Blitzer aufgestellt werden. Das auf Grundlage der aktuellen Rechtssprechung geleaste Gerät wurde nach Angaben des Bürgermeisters bereits geliefert, wartet aber bei der Gemeinde auf seine Installation. Dass es noch nicht blitzt, hänge mit dem aktuellen Bauboom zusammen. „Bislang hatte noch keine Tiefbaufirma Kapazitäten frei, das Gerät aufzustellen“, erläutert Helmut Glanzner.

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