Heppenheim

Natur BUND kritisiert Aktion in Kirschhausen

Ärger wegen Rodung von Hecken

Archivartikel

Heppenheim.Laut Bundesnaturschutzgesetz ist zwischen 1. März und 30. September der Heckenschnitt in Deutschland verboten, wobei es Ausnahmen für Haus- und Kleingärten gibt, wenn dort keine Tiere nisten. In diesem Zeitraum dürfen Hecken oder Sträucher nicht stark geschnitten oder gar entfernt werden. Durch das Gesetz sollen Vögel und Insekten geschützt werden.

Der Kreisverband BUND Bergstraße hat daher mit Verärgerung darauf reagiert, dass das große Gebüsch neben dem Friedhof in Kirschhausen gerodet wurde. Das auf den Stock setzen der Hecke sei zur Unzeit erfolgt, denn es bestehe Brut- und Setzzeit, kritisiert Claudia Dirr vom BUND Bergstraße: „Der ganze Boden wurde tief gefräst, damit auf Dauer nichts mehr austreibt.“ Dirr zufolge ist zu befürchten, dass mit der Hecke auch Nester mit Eiern oder Jungvögel verschwunden sind.

Ersatzpflanzung gefordert

Dies sieht auch Hans-Jörg Langen so, Vorstandsmitglied des BUND-Kreisverbandes und Ortsbeauftragter für Heppenheim. Singvögel wie Goldammern, Hänflinge, Amseln, Meisen, Grasmücken, Heckenbraunellen oder Zaunkönige seien dort zu Hause. Nun müsse verhindert werden, dass sich an der Stelle nur eine reine Schwarzdornhecke entwickelt. Der BUND fordert daher eine Ersatzpflanzung. zg

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