Heppenheim

Forum Kultur

Autorenlesung mit Susanne Fritz

Heppenheim.Die Schriftstellerin und Regisseurin Susanne Fritz hat sich auf Spurensuche begeben und in Archiven und Fotoalben der Geschichte ihrer Mutter nachgeforscht, die 1945 mit 14 Jahren verhaftet und für vier Jahre in ein polnisches Arbeitslager eingesperrt wurde, da sie mit neun Jahren ein Formular unterschrieben hatte, das sie als eine in Polen lebende Deutsche auswies.

Dieses Schicksal bestimmt nicht nur das Leben der Mutter, sondern auch das der nachfolgenden Generation. Susanne Fritz nähert sich behutsam ihrer Familiengeschichte an und gibt so der sprachlosen Mutter deren Geschichte zurück, heißt es in einer Ankündigung.

Schwierige Beziehungen

Das Buch „Wie kommt der Krieg ins Kind“, der 2018 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand, ist demnach nicht nur ein Roman über ein schwieriges Mutter-Tochter-Verhältnis, sondern beleuchtet auch ohne Schuldzuweisungen das schwierige deutsch-polnische Verhältnis. Susanne Fritz fragt nach Menschlichkeit und Verrat nach Identität und Sprache und macht deutlich, welche Auswirkungen geschichtliche Umwälzungen auf jeden Einzelnen und seine Nachkommen hat, heißt es in der Ankündigung.

Am Dienstag, 3. Dezember, 20 Uhr, liest Susanne Fritz bei Forum Kultur im Stiftungshaus Alte Sparkasse im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Leseland Hessen 2019“ aus ihrem Buch „Wie kommt der Krieg ins Kind“. zg

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