Heppenheim

Firmenjubiläum Die Heppenheimer Holzbau Vock GmbH begeht ihr 75-jähriges Bestehen

Dächer, die Stadtgeschichte schreiben

Archivartikel

Heppenheim.Seit 75 Jahren zimmert die Holzbau Vock GmbH im Kreis Bergstraße. Was als kleiner Handwerksbetrieb in einer Scheune begann, ist heute ein modernes Familienunternehmen. „Mit der Zeit zu gehen und die neusten Entwicklungen im Blick zu behalten, war schon immer ein Teil unseres Unternehmens“, erklärt Stefan Vock, der die Holzbau Vock GmbH in vierter Generation mit seinem Vater, Zimmermeister Volker Vock, führt.

1945 gründete der Zimmermeister Georg Vock in der Amtsgasse, in einem der ältesten Fachwerkhäuser Heppenheims, den heutigen Betrieb. Angekurbelt durch die große Nachfrage in den Nachkriegsjahren wuchs das Unternehmen stetig: Weitere Mitarbeiter wurden eingestellt und moderne Maschinen angeschafft. Als es in den 1950er Jahren in der kleinen Werkstatt zu eng wurde, zog das Unternehmen auf den größeren Zimmerplatz an den Streitstein am Rande Heppenheims. Dort übernahm den Betrieb 1972 Zimmermeister Kurt Vock, der bereits mit 14 Jahren bei seinem Vater in die Lehre gegangen war. Auch unter seiner Führung baute das Geschäft nicht nur zahlreiche Dächer und Holzgewerke im Kreis Bergstraße, sondern ebenso sein Leistungsangebot stetig aus.

„Wie in vielen anderen Branchen, hat sich auch das Berufsbild des Zimmermanns deutlich gewandelt“, erklärt Volker Vock, der seit nunmehr 40 Jahren als Zimmermeister tätig ist. Um das vielfältige Angebot umsetzen zu können, spielen ausreichend Platz, moderne Maschinen und vor allem qualifizierte Mitarbeiter eine zentrale Rolle. So zog die Holzbau Vock GmbH bereits 1981 in die Bürgermeister-Kunz-Straße, errichtete eine große Werkshalle, schaffte eigene Gerüste, Lkw und Kräne an und bildete kontinuierlich Nachwuchs aus.

„Viele unserer Mitarbeiter haben bei uns gelernt und sind seitdem ein Teil unseres Unternehmens. Insgesamt haben wir bereits 50 Gesellen ausgebildet. Auch in Corona-Zeiten sind wieder zwei neue Lehrlinge im Team“, erklärt Stefan Vock. „Neben den Männern auf dem Dach sind aber auch schon immer starke Frauen aus der engeren Familie mit dabei, die das Geschäft vor allem im Büro und in der Buchhaltung am Laufen halten. Ohne sie würde es nicht funktionieren“, betont Volker Vock.

Seit 2017 wird das Team darüber hinaus von einer digitalisierten Abbundanlage unterstützt, die es ermöglicht, komplexe Konstruktionen und individuelle Wünsche noch schneller und präziser umzusetzen.

Mittlerweile blickt die Holzbau Vock GmbH auf unzählige Dächer im ganzen Kreisgebiet zurück. Neben Werken für Familien, Vereine, Institutionen und Unternehmen prägt ihre Arbeit nicht selten das Stadtbild von Heppenheim – seien es die Dächer auf der Starkenburg, der Dachstuhl des Rathauses sowie nahezu alle Gebäude auf dem Marktplatz: ob Liebig-Apotheke, Villa Boddin, Haus Nack oder das „Empanada“. Denn neben der modernen Holzarbeit beherrscht das Unternehmen auch die Jahrhunderte alte Kunst des Fachwerkbaus. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel